Rückgang bei CD-Verkauf durch Musikpiraterie

16. April 2004, 13:28
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Weltumsatz um 7,6 Prozent gesunken

Der weltweite Verkauf von Musikträgern wie CDs ist im vierten Jahr in Folge vor allem wegen weit verbreiteter Internetpiraterie zurückgegangen. Von der negativen Entwicklung durch das illegale Herunterladen von Musik aus dem weltweiten Computernetz sei besonders Deutschland betroffen gewesen, berichtete der Internationale Verband der Phonoindustrie IFPI am Mittwoch in London.

Einbruch

Global sank der Gesamtwert der verkauften Produkte im vergangenen Jahr um 7,6 Prozent auf 28,5 Mrd. Euro. In Deutschland sanken die Verkäufe im Jahresvergleich um 19 Prozent. Seit 1999 sei dort der Markt hinsichtlich des Verkaufswertes sogar um 30 Prozent eingebrochen, hieß es. Deutschland sei nunmehr nur noch der weltweit fünftgrößte Markt für diese Produkte. Zweistellige Verluste verzeichneten aber auch zahlreiche weitere westeuropäische Länder, wie etwa Dänemark, Frankreich, Schweden, Belgien oder die Schweiz.

"Die Internet-Piraterie bleibt ein sehr bedeutender Faktor beim Rückgang der weltweiten Verkaufszahlen"

"Die Internet-Piraterie bleibt ein sehr bedeutender Faktor beim Rückgang der weltweiten Verkaufszahlen", hieß es. Positive Zeichen gebe es beim guten Absatz der Musikscheiben in den USA sowie beim weltweit zunehmenden Verkauf von Musik-DVDs. Diese Produkte hätten mittlerweile (2003) einen Gesamtanteil von 5,7 Prozent an den Gesamtverkäufen nach 3,1 Prozent im Jahr zuvor.

Erfolge

Erfolge verzeichnete die Branche auch beim Aufbau des Online-Musikgeschäfts. So hätten die US-Anbieter in der zweiten Hälfte des Jahres 2003 19,2 Millionen kostenpflichtige Downloads registriert. In Europa hätten im vergangenen Jahr rund 30 legale Anbieter 300.000 Songs zum herunterladen im Angebot gehabt.(APA/dpa)

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