Der große Stau in der Karwoche blieb aus

7. April 2004, 17:46
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Grund: Urlauber wichen Blockaden aus - Pendler waren von den Sperren am schwersten betroffen

Wien - Trotz mehrstündiger Blockaden von Autobahn- und Schnellstraßenteilstücken in der Karwoche blieb der große Stau aus. Es gab zwar einige Verzögerungen. Die Reisenden waren jedoch weit reichend über die Aktionen informiert und vermieden die betroffenen Strecken. Die größten Leidtragenden waren die Pendler, die zur Arbeit mussten. Der "größte Brocken" war am Montag und Mittwoch die Inntalautobahn (A12) in Sachen Stau.

Lange Wartezeiten für Pendler nach Innsbruck

Durch die Blockade der A12 am Montag gab es laut ÖAMTC durch den Abendverkehr erhebliche Wartezeiten, besonders für die Pendler von und nach Innsbruck. Diese hätten bis zu zwei Stunden Verzögerung, sagte Helmut Beigl von der ÖAMTC-Informationszentrale. Durch die Sperren in Niederösterreich - die Stockerauer Schnellstraße (S5) und die Semmering-Schnellstraße (S6) - gab es kaum Auswirkungen auf den Verkehr. Auch die Sperre der Tauernautobahn (A10) auf Kärntner und Salzburger Seite verlief weitgehend problemlos.

Urlauber wichen Blockaden aus

Als Grund für die ausgebliebenen Staus nannte Wilhelm Patzold, Leiter des ARBÖ-Informationsdienstes, dass die parallel geführten Straßen als Ausweichstrecken aufnahmefähig seien. Den Reiseverkehr am Montag als Osterverkehr aufzubauschen sei falsch, meinte Patzold. Die meisten seien bereits am Wochenende in den Urlaub gefahren. Zu 85 bis 90 Prozent sei der Verkehr in den vergangenen Tagen berufsbedingt gewesen, erklärte Patzold. "Auf der Tangente steht man vermutlich länger als bei diesen Behinderungen."

Mit ein wenig Bauchweh betrachteten die Autofahrerklubs die Sperre der Inntalautobahn am heutigen Mittwoch. Durch das sektorale Lkw-Fahrverbot in Tirol dürfen Schwerfahrzeuge auch nach Aufhebung der Blockade bis 5.00 Uhr nicht fahren. Die sei mit Abstand der Protesttag mit den stärksten Auswirkungen, so Beigl. (APA)

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