Burgenland prüft Ausbau der Breitbandtechnologie

15. April 2004, 10:35
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Berlakovich: Bisher haben rund 100 von 171 Gemeinden Anschluss ans Breitband-Internet - VP-Klubobmann ortet Informationsdefizite

Möglichkeiten zum Ausbau der Breitband-Internettechnologie werden derzeit im Burgenland von Seiten des Landes geprüft. Eine Studie, die auch ein technisches Erschließungskonzept beinhaltet, soll die "weißen Flecken" auf der heimischen Breitband-Landkarte aufzeigen, so ÖVP-Klubobmann Nikolaus Berlakovich heute, Mittwoch, bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt. Außerdem werden etwaige Kosten und Fördermöglichkeiten erhoben. Mit einem Ergebnis sei "noch in diesem Frühjahr" zu rechnen, erklärte Berlakovich.

"Von 171 Gemeinden sind erst etwa 100 mit Breitband-Internet versorgt", etwa 40 Prozent der Orte haben diesen Anschluss noch nicht, so der Klubobmann. Zum Ausbau des Breitband-Internet stelle die Bundesregierung für die Länder - ausgenommen Wien und Vorarlberg, wo bereits eine entsprechende Dichte herrscht - insgesamt 10 Mio. Euro zur Verfügung. Die Mittel müsse man sich "nur abholen". Auch das Burgenland werde allerdings einen Beitrag leisten müssen: Dies müsse man spätestens im Budget 2005 entsprechend berücksichtigen.

Ein im Vorjahr von der ÖVP im Landtag eingebrachter Antrag zum Breitband-Ausbau sei im Jänner 2004 von allen vier Parteien beschlossen worden. Seit zwei Monaten herrsche nun jedoch "offiziell Funkstille über dieses Projekt", der Landeshauptmann hülle sich in Schweigen, so der Klubobmann. Berlakovich ortet einen Mangel in der Kommunikation mit den betroffenen Interessensgruppen wie Telekommunikationsfirmen, den Bürgermeistern und der Wirtschaft: "Aus sehr vielen Rückmeldungen stelle ich ein großes Informationsdefizit fest."

"Wir sehen den Breitband-Internetausbau als eine lebensnotwendige Initiative für das Burgenland", erklärte Berlakovich. Der ÖVP-Landtagsklub starte deshalb eine Aktion unter dem Motto: "Die Nase vorn mit Breitband". Unter den Burgenländern zwischen 14 und 25 Jahren, die sich beteiligen, wird ein Laptop verlost. Über die Existenz der Studie wolle er alle Bürgermeister per E-Mail informieren, so der Klubobmann. (APA)

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