Gehrer verteidigt Subvention für "Format Science"

12. April 2004, 19:20
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Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der Grünen beziffert "Förderung niveauvoller Wissenschaftspublizistik" mit 25.000 Euro pro Ausgabe

Seit November des Vorjahres gibt es das "Format"-Special "Format Science", zu dem auch Bildungs- und Infrastrukturministerium einen finanziellen Beitrag leisten (etat.at berichtete). Dies rief die Grünen auf den Plan. Deren Wissenschaftssprecher Kurt Grünewald begehrte in einer parlamentarischen Anfrage Auskunft über Höhe der Förderungen, Zielsetzung und allfällige Bedingungen. Die Antwort von Bildungsministerien Elisabeth Gehrer (V) liegt nun vor. Die "Förderung niveauvoller Wissenschaftspublizistik" in Form von "Format Science" lässt man sich demnach "25.000 Euro zuzüglich Steuern pro Ausgabe" kosten.

"Einen Beitrag zu den Herstellungskosten"

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur finanziere das Magazin nicht, sondern leiste "einen Beitrag zu den Herstellungskosten", wird in der Beantwortung betont. Ziel sei unter anderem "die Stärkung des Bewusstseins in der Öffentlichkeit für die Notwendigkeit und die Funktion von Wissenschaft und Forschung". Darüber hinaus hofft Gehrer, auch Leser zu erreichen, die bisher kein Interesse an Wissenschaft und Forschung hätten.

"Erwartungen an die Redaktion"

Die Grünen wollten von der Ministerin auch wissen, ob "mit der Finanzierung Ihrerseits Erwartungen an die Redaktion herangetragen" würden. Denn es sei "ein offenes Geheimnis, dass sich die Minister Gehrer und Gorbach durch diese Aktion eine verstärkte, positive Berichterstattung über ihre wissenschafts- und forschungspolitischen Aktionen erwarten", so Grünewald in der Anfrage. Gehrer hält fest: "Weder ich noch mein Ressort haben für die finanzielle Unterstützung dieses Medienprojektes irgendwelche 'Erwartungen an die Redaktion' herangetragen." Vielmehr habe man aktiv die Zusammensetzung des elfköpfigen Beirates unterstützt und sei in diesem Gremium auch mit einem Vertreter präsent.

Von Infrastrukturminister Hubert Gorbach (F) liegt laut Parlaments-Homepage noch keine Antwort auf Grünewalds Anfrage vor. (APA)

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