Der aussichtsreiche Damberg

23. März 2007, 17:09
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In den oberösterreichischen Voralpen ist es besonders schön zur Obstblüte

Der Damberg bei Steyr zählt zu den schönsten Aussichtspunkten der oberösterreichischen Voralpen. Von der Plattform der Aussichtswarte auf dem Gipfel schaut man bis zum Hochstaufen im Bayerischen Wald, zum Dreisesselberg und zum Plöckenstein im Böhmerwald. Die Alpenkette überblickt man zwischen Hochschwab und den Erhebungen des Berchtesgadener Landes, die Ennstaler Alpen und die Randerhebungen des Nationalparks Kalkalpen. Nicht zuletzt erfreut man sich an der Sicht ins untere Ennstal und ins Alpenvorland. Wenn die vielen Obstbäume des Gebietes und des angrenzenden Mostviertels in voller Blüte stehen, gewinnt eine Besteigung der Erhebung besonderen Reiz.

Zwar kann man auf einer Straße von St. Ulrich bei Steyr bis zum Gasthaus Schoiber fahren, um von dort in etwa einer halben Stunde den höchsten Punkt mit dem Aussichtsturm zu erreichen, weit lohnender ist aber die Besteigung von Sand aus, weil man von dem beim Windloch beginnenden Kamm immer wieder einen Blick über die Gegend hat. Zudem: Ab dem Gasthaus Schoiber ist es keine Wanderung, sondern bestenfalls ein Spaziergang.

Der Schacht des Windlochs soll angeblich mit dem früheren Kloster Garsten in Verbindung stehen. So steht es jedenfalls in Chroniken aus dem 17. Jahrhundert. Bestätigen ließ sich die Meldung aber nicht, obgleich immer wieder Versuche unternommen wurden, den Gang zu finden. Bei so vielen Meriten überrascht es nicht, dass der Damberg recht häufig aufgesucht wird. In der Gipfelregion kann man keine Einsamkeit erwarten, auf den Routen, die man nur zu Fuß bewältigen kann, hält sich der Trubel aber in Grenzen. Die Wanderung bietet keine Schwierigkeiten, wenngleich ein Teil des Weges etwas steil ist.

Die Route: In Sand an der Ennstal-Bundesstraße wählt man die rote Markierung, die zum Gehöft Mayr und dann weiter - teilweise etwas steil - zum Windloch führt. Nun folgt man dem langen Kamm nach Westen, um zum höchsten Punkt des Damberg zu gelangen. Gehzeit ab Sand 2 Stunden. Auf dem rot markierten Mariazeller Weg steigt man in einer guten Viertelstunde zum Gasthaus Schoiber ab. Es geht ein kurzes Stück auf dem Mariazeller Weg zurück, dann hält man sich rechts, quert unterhalb der Laurenzkapelle und gelangt im leichten Aufstieg zur Hönigmair-Wiese. Dort trifft man auf die Anstiegsroute, auf der man zum Ausgangspunkt absteigt. Gehzeit ab Gasthof Schoiber 1½ Stunden. Gesamtgehzeit 3¾ Stunden, Höhendifferenz rund 650 m. Gasthaus Schoiber als Stützpunkt. Bundesamtskarte 1:25.000 oder 1:50.000, Blatt 51 (Steyr) und 69 (Großraming) (Der Standard, Printausgabe, 3./4.04.2004)

Von Bernd Orfer
  • Der Gasthof Schoiber

    Der Gasthof Schoiber

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