Deutlich mehr Firmen und Private 2004 bisher Pleite gegangen

14. April 2004, 10:56
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AKV: Gesamtinsolvenzen im ersten Quartal um fast ein Viertel gestiegen

Wien - Der "Insolvenzpegel" in Österreich ist im ersten Quartal 2004 kräftig gestiegen: Mit 2.957 Fällen lag die Gesamtzahl der Insolvenzen per Ende März um 24,2 Prozent über dem Vorjahreswert, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Mittwoch mit. Die Gesamtpassiva erhöhten sich in den ersten drei Monaten dieses Jahres von 720 auf 840 Mio. Euro.

Von den Gesamtinsolvenzen entfielen 1.411 Fälle (+35,3 Prozent) auf Privatinsolvenzen und 1.546 Fälle (+15,6 Prozent) auf Firmeninsolvenzen. Nicht einmal ein leichter Trend in Richtung auf eine konjunkturell gestützte Gesundung heimischer Firmen und privater Haushalte sei aus dem nunmehr vorliegenden statistischen Zahlenmaterial herauszulesen, hält der AKV nüchtern fest.

Baugewerbe als Spitzenreiter

Spitzenreiter der Branchenstatistik waren einmal mehr das Bauhaupt- und Nebengewerbe (279 Fälle), Gaststätten und Hotellerie (218) sowie Transportunternehmen (125). Die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze lag mit 7.321 (nach 7.548) etwas niedriger als im ersten Quartal 2003.

Für Ausgleichsverfahren meldet der AKV einen Rückgang um 6,1 Prozent auf 31 Fälle. Bei Konkursverfahren war eine Steigerung um 19,5 Prozent auf 1.897 Fälle zu verbuchen. Mangels Vermögen wurden im ersten Jahresviertel 1.029 Konkursanträge abgewiesen, um 35,6 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.(APA)

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