Keine Aktienoptionen für Management mehr

21. April 2004, 14:01
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Aufsichtsratschef kündigt vierjährige Zielvorgabe an Vorstand an

Berlin - Die DaimlerChrysler-Vorstände erhalten von 2005 an keine Aktienoptionen als Teil ihrer Bezüge mehr. Die Optionen waren in der Vergangenheit von den Aktionären heftig kritisiert worden, weil ihrer Ansicht nach die Manager damit zu leicht hohe Beträge erhalten würden. DaimlerChrysler-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper sagte am Mittwoch auf der Hauptversammlung des Autokonzerns in Berlin, dass bereits für 2004 die Aktienoptionen reduziert worden seien.

Das neue Vergütungssystem orientiere sich an der langfristigen Wertentwicklung des Unternehmens und setze sich aus den drei Komponenten Basisgehalt, Jahresbonus und einer langfristigen aktienorientierten Bezahlung zusammen.

Vier Jahre lang laufendes Modell

Die vorgegebenen Ziele für die Vorstände würden durch ein vier Jahre lang laufendes Modell erreicht, sagte Kopper weiter. Es orientiere sich an der Kapitalrendite und an der Umsatzrendite im Vergleich zu ausgewählten Konkurrenzunternehmen (BMW, VW, Ford, GM, Honda, Toyota). Diese Branchenorientierung war von Aktionärsverbänden immer wieder gefordert worden.

Teil der neuen Vergütung ist auch die Ausgabe von virtuellen Aktien an die Vorstände, aus denen sich nach Grad der Zielerreichung sowie dem aktuellen Aktienkurs ein Gehaltsbetrag errechnet. Von diesem müssen die Manager ein Viertel zum Kauf echter Aktien verwenden, die sie während ihrer Zugehörigkeit zum Vorstand behalten müssen. Damit orientiere man sich auch an den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.(APA/dpa)

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