Wirbel um Scheidung im Hause Otto Versand: 24 Millionen Euro sind zuwenig

9. April 2004, 16:00
posten

Frau des deutschen Milliardär Alexander Otto will unterzeichneten Ehevertrag für ungültig erklären lassen

Miami (APA/AP) - Ein US-Scheidungsrichter in Miami hat vorläufig die Veröffentlichung finanzieller Details über den deutschen Milliardär Alexander Otto untersagt.

Bis zu einer Anhörung am 21. April dürfen nach der Entscheidung von Richter Gerald Hubbart nur Otto, seine amerikanische Frau Carrie und die Anwälte des Paares entsprechende Dokumente über Finanzen und das Versandhaus-Imperium einsehen.

Die 33-jährige Carrie Otto hatte im Jänner die Scheidung von ihrem drei Jahre älteren Mann nach zehnjähriger Ehe beantragt. Sie wirft ihm Untreue vor und will neben dem Sorgerecht für den zweijährigen Sohn einen Anteil am Vermögen erhalten. Einen vor der Hochzeit unterzeichneten Ehevertrag, der ihr 30 Millionen Dollar (24,8 Mill. Euro) zusagt, will sie für ungültig erklären lassen, weil sie ohne rechtlichen Beistand unterzeichnet habe.

In ihrem Scheidungsantrag zählt Carrie Otto 23 Firmen auf, an deren Vermögen sie eine Beteiligung verlangt. Die Firmen haben Hubbart aufgefordert, das zurückzuweisen. Otto hatte versucht, die Scheidung nach Deutschland zu verlegen. Hubbart wies das im Februar zurück, nachdem Carrie Otto nachwies, ein Haus in Miami zu besitzen, das mit Geld ihres Mannes bezahlt worden sei.

Share if you care.