Altersteilzeit: Weiterer Rückgang auf 40.017 Bezieher

20. April 2004, 14:12
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Kumulierte Gesamtkosten bis 2009 bei 1,8 Milliarden Euro

Wien - Die Zahl der Altersteilzeit-Bezieher ist 2004 weiterhin rückläufig. Nach einem absoluten Rekord im Dezember 2003 mit 42.371 Personen, die die Möglichkeit der Altersteilzeit in Anspruch genommen haben, sank diese Zahl im Jänner 2004 auf 41.572 und ging im Februar weiter auf 40.943 zurück, im März gab es eine weitere Reduktion auf 40.017, geht aus den neuesten Zahlen des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor. Im Jahr 2000 hatte die Altersteilzeit noch lediglich 6,26 Millionen Euro gekostet, 2001 schnellten die Ausgaben auf 69,4 Millionen Euro hinauf und im Vorjahr waren es bereits 230,3 Millionen Euro. Von 2004 bis Ende 2009 wird mit Gesamtkosten von 1.812 Millionen Euro gerechnet.

Rasanter Zulauf zur Altersteilzeit

Der rasante Zulauf zur Altersteilzeit bis Ende 2003 hing auch mit dem ursprünglichen Modell zusammen, das eben Ende des Vorjahres ausgelaufen ist. Bis Ende 2003 konnten Betroffene maximal sechseinhalb Jahre die Altersteilzeit in Anspruch nehmen, ab 2004 sind es nur mehr fünf Jahre vor dem frühest möglichen Pensionsantritt. Dieser frühest mögliche Gang in den Ruhestand liegt bis Mitte 2004 bei 56,5 Jahren für Frauen und 61,5 Jahren für Männer und steigt dann kontinuierlich an, bis im Jahr 2017 das "normale" Pensionsantrittsalter von 65 Jahren Männer und 60 Jahren Frauen erreicht ist. Das bis Ende 2003 laufende Modell der Altersteilzeit sah vor, dass Frauen ab dem 50. und Männer ab dem 55. Lebensjahr eine Reduktion ihrer Arbeitszeit bis auf 40 Prozent vereinbaren können. In diesem Fall wird der Lohn zwar ebenfalls auf bis zu 40 Prozent reduziert, allerdings gibt es bis zum Gang in die Frühpension vom AMS die Hälfte der Differenz auf den bis dahin bezahlten Lohn zusätzlich ausbezahlt. Bei 40 Prozent Arbeit käme man dann auf maximal 70 Prozent des ursprünglichen Gehalts, bei 50 Prozent Beschäftigung auf 75 Prozent und bei 60 Prozent Arbeit auf höchstens 80 Prozent des Lohnes.

Deckelung

Allerdings wird die Summe von reduziertem Gehalt und AMS-Beitrag mit der Höhe der Höchstbeitragsgrundlage gedeckelt, ab 2004 sind das 3.450 Euro. Konkret bedeutet dies, dass heute bei einem Bruttogehalt von bis zu 4.600 Euro und einer 50-Prozent-Regelung die 75 Prozent des Ursprungsgehalts fast zur Gänze ausbezahlt werden: Die Hälfte der 4.600 Euro - also 2.300 - plus die Hälfte der restlichen 2.300 Euro - also 1.150 vom AMS - zusammen käme der Betroffene damit auf die 3.450 Euro. Jemand, dessen Bruttogehalt über den 4.600 Euro liegt, erhielt also prozentmäßig entsprechend weniger. Wenn also jemand bisher 6.900 Euro brutto verdient und auf 50 Prozent der Arbeitszeit reduziert, gibt es überhaupt keinen AMS-Beitrag mehr.(APA)

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