Beliebtheitseinsturz für Chirac und Raffarin

8. April 2004, 17:00
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Frankreichs Präsident und Premier verloren je sechs Prozent in Umfragen - Favorit: Ex-Bildungsminister Lang vor Sarkozy

Paris - Nach der Regierungsumbildung in der vergangenen Woche haben der französische Präsident Jacques Chirac (UMP) und sein Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin (UMP) jeweils sechs Prozentpunkte an Beliebtheit eingebüßt. Dies ergibt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IFOP, bei der am 1. und 2. April insgesamt 1.005 Personen befragt wurden. Demnach befürworten 45 Prozent der Befragten Chirac (gegen 51 Prozent im Vormonat) und Raffarin 32 Prozent (gegen 38 Prozent im Vormonat).

52 Prozent der Befragten betonten weiter, dass sie bei der nächsten Präsidentschafts- und Parlamentswahl einen Sieg der Linken wünschen. 42 Prozent möchten einen konservativen Wahlsieg, sechs Prozent haben keine Meinung in der Frage. Danach befragt, ob sie Raffarin oder Sozialistenchef Francois Hollande (PS) bevorzugen, sprachen sich 54 Prozent für den Oppositionspolitiker und nur 38 Prozent für den rechtsliberalen Regierungschef aus.

Als beliebtester Politiker etabliert sich laut Umfrage der ehemalige sozialistische Bildungsminister Jack Lang mit 68 Prozent positiven Stimmen vor Finanz- und Wirtschaftsminister Nicolas Sarkozy (UMP) mit 67 Prozent. Die Sozialistin Segolene Royal, neu gewählte Präsidentin der Region Poitou-Charentes, steigt mit 63 Prozent Zuspruch vom 14. auf den vierten Rang auf. Die Umfragenergebnisse erscheinen am Donnerstag im Wochenmagazin "Paris-Match". (APA)

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    Abwärts mit Raffarin und Chirac

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