Höhere Versicherungs-Prämien bei Fettleibigkeit

22. April 2004, 20:39
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Verkürzte Lebenserwartung soll Versicherten teuer kommen - Mehr Frauen betroffen

Zürich/London - Die zunehmende Fettleibigkeit der Menschen droht sich auf die Prämien von Lebensversicherungen auszuwirken. Nach einer Studie, die der Schweizer Rückversicherer Swiss Re am Dienstag veröffentlichte, stellt dies die Unternehmen der Branche vor eine neue Herausforderung. Falls sich die Fettleibigkeit weiter ausbreite und sich damit die Lebenserwartung der Versicherten verkürze, müssten die Beiträge für Lebensversicherungen erhöht werden. Die Versicherer müssten sonst wegen kürzerer Beitragszeiten mit Verlusten rechnen.

Mehr Frauen fettleibig

Fettleibigkeit stelle wegen der Verbindung zu Herz-Kreislauf-Krankheiten, Hypertonie, Diabetes und vielen Krebsarten ein weltweit großes Gesundheitsproblem dar, schreibt Swiss Re. Der Anteil an Fettleibigen in den Industrieländern betrage nach jüngsten Schätzungen bei Männern rund zehn bis 20 Prozent und bei Frauen zehn bis 25 Prozent. In den USA und in Großbritannien habe die Fettleibigkeit in den letzten 20 Jahren das Zwei- bis Dreifache erreicht. Von dem Problem seien vor allem junge Menschen betroffen.

Diese Entwicklung habe sowohl für KundInnen von Lebensversicherungen als auch für die ganze Gesellschaft finanzielle Folgen. Nun seien die Lebensversicherer gefordert, die Probleme anzugehen. Sie müssten sicherstellen, dass die Risiken exakt abgeschätzt und eingestuft würden. Die VersicherungsnehmerInnen müssten eine Prämie bezahlen, die ihrer Risikoklasse auch wirklich entspreche. (APA)

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