Hubschrauberabsturz in Vorarlberg

7. April 2004, 09:47
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Beide Insassen unverletzt - Als Ursache wird technischer Defekt angenommen

Ein technischer Defekt wird als Ursache des Absturzes des Hubschraubers "Libelle 1" des Innenministerium bei Zürs angenommen: Laut Augenzeugen habe es unmittelbar davor einen "großen Knall in der Luft" gegeben und ein Teil des Heckrotors sei weggeflogen. Aus relativ geringer Höhe trudelte der Hubschrauber dann unterhalb des Bergrestaurants am Seekopf zu Boden. Der Pilot und ein mitfliegender Flugretter blieben unverletzt.

Die Maschine wurde bei dem Absturz schwer beschädigt. Die genaue Unfallursache soll in den nächsten Tagen durch Experten geklärt werden. Der Unfall hatte sich um 14.45 Uhr auf rund 2.100 Meter Seehöhe ereignet. Der Hubschrauber war von einer so genannten Sicherheitssuche nach einem Lawinenabgang zurückgekehrt und wollte bei der Bergstation der Seekopfbahn landen.

Schlechtes Wetter

Die Lawine hatte sich eine Dreiviertel Stunde vorher gelöst und der Hubschrauber hätte eigentlich zwei Hundeführer mit ihren Tieren zum Lawinenkegel bringen sollen. Wegen schlechten Wetters wurden die Hundeführer allerdings beim Hangar in Zürs abgesetzt und mit dem Taxi und dem Skilift ins Einsatzgebiet gebracht. Wenig später besserten sich die Sichtverhältnisse und der Hubschrauber stieg zur Suche auf. Es konnten allerdings keine Anzeichen gefunden werden, dass die Lawine jemanden verschüttet hatte.

"Libelle 1" war mit den beiden Hundeführern von einem Einsatz im Kleinwalsertal ins Arlberggebiet geflogen. Im Kleinwalsertal hatte sich der Hubschrauber an der Suche nach einem seit Freitag vermissten Deutschen aus Kirchheim beteiligt. Der 43-Jährige war dann tatsächlich entdeckt worden, allerdings kam jede Hilfe zu spät: Er dürfte bereits am Wochenende unterhalb des Großen Widdersteins bei einem Absturz in eine 50 Meter tiefe Felsrinne ums Leben gekommen sein. (APA)

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