Blair will "standhaft bleiben"

7. April 2004, 15:30
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Kein Platz für al-Sadr - Außenminister Sebari forderte in London neue UNO-Resolution

London - Der britische Premierminister Tony Blair hat angesichts der eskalierenden Gewalt im Irak zur Standhaftigkeit aufgerufen. Die Antwort darauf könne nicht lauten, "vor Schreck davonzulaufen oder sich zu verstecken oder zu denken, wir haben etwas falsch gemacht", sagte Blair anlässlich eines Besuchs des irakischen Außenministers Hoshjar Sebari am Dienstag in London. "Unsere Reaktion muss sein, standhaft zu bleiben."

Anstrengungen verdoppeln

Der radikale Schiitenprediger Muktada (Moktada) al Sadr habe keinen Platz im neuen Irak, sagte der Premierminister weiter. Alle, die keinen modernen demokratischen Staat wollten, würden nun versuchen, die Situation zu destabilisieren. Dem müsse man entgegentreten. "Wir verdoppeln unsere Anstrengungen", kündigte Blair an.

Sebari sagte, Al Sadr vertrete nicht die Ansicht der Mehrheit der Schiiten im Land, von der Mehrzahl der Bevölkerung ganz zu schweigen. Der Minister forderte eine neue UN-Resolution, um den Status des Irak als besetztes Land zu beenden. Blair und Sebari hielten am 30. Juni als Datum für die Übergabe der Macht an eine irakische Übergangsregierung fest.(APA/dpa)

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    Tony Blair mit Hoshjar Sebari

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