Afrika aus dem Drumcomputer

9. April 2004, 22:54
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Mai Lingani und Lukas Ligeti sind als Burkina Electric in Österreich unterwegs

Während Vater György die Polyrhythmik der zentralafrikanischen Aka-Pygmäen Inspiration bedeutet hat, pflegt Sohn Lukas Ligeti, in New York lebender Komponist und Elektronikschlagzeuger, mittlerweile noch intensivere Bande zum Schwarzen Kontinent. Dakar, Abidjan und Ouagadougou heißen einige der Orte, an denen er seit 1996 u. a. mit der gemeinsam mit "Pyrolator" Kurt Dahlke geleiteten Band Beta Foly und der aus Burkina Faso stammenden Sängerin Mai Lingani Spuren hinterlassen hat. Mit Burkina Electric, dem neuen, u. a. mit Dahlke, Rupert Huber und Wende K. Blass besetzten Projekt Ligetis und Linganis, schürft man wiederum eine Schicht tiefer: Während im Zuge der meisten afrikanischen Electronica-Projekte von Issa Bagayogo bis zu Frederic Galliano, so Ligeti, traditioneller Musik per Drumcomputer Funk- und Disco-Grooves übergestülpt würden, laufe die Arbeit bei Burkina Electric umgekehrt: "Zwar werden die Rhythmen ebenfalls teilweise programmiert, aber es sind traditionelle Rhythmen aus Burkina. Darauf können dann auch völlig avantgardistische Klangwelten sitzen." (felb/DER STANDARD, Printausgabe, 7.4.2004)
  • 11. 4.:
    Nickelsdorf, Jazzgalerie
  • 12. 4.
    Wien, Porgy & Bess
  • weitere Österreich-Termine unter vidc.org
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