Irreführendes Bild

6. April 2004, 18:42
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Georg Winckler, Vorsitzender der Rektorenkonferenz, antwortet Gerfried Sperl

Dass der Chefredakteur des STANDARD in o. g. Kommentar die marginale Rolle der Rektorenkonferenz (und auch meine) beim Format Science der News-Gruppe maßlos übertreibend darstellt, mag mit den Empfindlichkeiten einer Zeitung im Konkurrenzkampf noch erklärbar erscheinen.

Die von Gerfried Sperl im selben Kommentar aufgestellte Behauptung, ich hätte "die Unis allesamt in GesmbHs verwandeln wollen", ist jedoch schlicht falsch und entbehrt jeder Grundlage. Schon in dem im Frühjahr 2000 von mir mitverfassten "Orangebuch" zur Universitätsreform ist klar festgehalten: "Ein Gesetz sollte jedenfalls beinhalten . . . die Einrichtung der Universität als öffentlich-rechtliche Institution (Seite 710)." Dies schließt eindeutig GesmbH-Lösungen aus!

Mein Anliegen war es, bei der Wahl der Rechtsform der Universitäten jedes Konfliktpotenzial mit Wissenschaftsfreiheit und Universitätsautonomie zu vermeiden. Falsche Behauptungen wie diese erzeugen ein irreführendes Bild von Sachdiskussionen, die im Vorfeld der Universitätsreform die Rektorenkonferenz und auch mich beschäftigt haben. Seriosität der Berichterstattung ist vom STANDARD zu erwarten.

Georg Winckler Universität Wien, Vorsitzender der Rektorenkonferenz

Siehe

Der Rektorenverein
von Gerfried Sperl

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