Linux vorerst keine Gefahr für Windows

19. April 2004, 16:01
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Studie: Konzerne scheuen den Umstieg auf Linux - Migration zu teuer und zeitaufwendig

Laut einer am Montag veröffentlichten Studie der Yankee Group stellt das freie Betriebssystem Linux kurzfristig keine Gefahr für Windows dar. Dies ergab eine weltweite Befragung von 1.000 IT-Verantwortlichen.

Kostenintensiv, extrem komplex und extrem zeitaufwendig

90 Prozent der Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern befürchten, dass ein Wechsel hin zu Linux nur sehr kostenintensiv, extrem komplex und zeitaufwendig über die Bühne gehen würde und kaum Geschäftsvorteile bringen würde.

Stabil und Sicher, aber nicht besser

Laut den Marktforschern der Yankee Group bescheinigen die Befragten Linux allerdings gute Leistung, Stabilität, Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit. Die Qualitäten entsprächen denen von Unix oder Windows Server 2003 – übertreffen diese aber nicht.

Dementsprechend rechnen die Marktforscher bis 2006 nicht mit einer Entmachtung von Windows am Servermarkt.

Erfolge

Linux hat im vergangenen Jahr allerdings beachtliche Erfolge erzielt. Gerald Kautz, Linux-Experte bei Hewlett-Packard (HP), erklärte zuletzt, sein Konzern habe 2003 weltweit 2,5 Mrd. Dollar (1,99 Mrd. Euro) mit dem Verkauf von Produkten rund um Linux umgesetzt, was einem Anstieg von 40 Prozent gegenüber 2002 entsprach. In Österreich setzt etwa bereits der Automobilzulieferer Magna Steyr auf Linux. (red)

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