Tele2 senkt Telefontarife nach Osteuropa

14. April 2004, 10:51
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Steigendes Gesprächsaufkommen nach Osteuropa erwartet - Gespräche in Nachbarländer Österreichs kosten 9,9 Cent pro Minute

Der schwedische Festnetz-, Internet- und Mobilfunkanbieter Tele2 senkt im Zuge der anstehenden EU-Erweiterung die Telefontarife ab Österreich in alle Nachbarländer Österreichs und nach Osteuropa ab 1. Mai um bis zu 61 Prozent. Der Osteuropa-Verkehr wird im Zuge der Erweiterung stark steigen, meinte Tele2 Österreich-Chef Norbert Wieser am Dienstag zur APA. Mit den neuen Tarifen wolle Tele2 "ein paar 1.000" Neukunden - vor allem aus den Grenzregionen - an Land ziehen.

Deutschland, gefolgt von der Schweiz, Italien und den USA

Rund 50 Prozent des Telefonaufkommens ab Österreich gehen bei Tele2 nach Deutschland, gefolgt von der Schweiz, Italien und den USA. Auf den weiteren Plätzen folgen bereits Ungarn, Tschechien, Slowakei und Slowenien. Einer aktuellen Umfrage von Telemark Marketing zufolge, bei der 60 Unternehmen und 55 Haushalte in österreichischen Grenzbezirken befragt wurden, sind günstige Telefontarife in östliche Nachbarländer von großer Bedeutung.

"Deutlich billiger"

Tele2 beansprucht für sich, mit den neuen Tarifen "deutlich billiger" als die Telekom Austria zu sein. Gespräche in alle Nachbarländer Österreichs - Deutschland, Italien, Schweiz, Liechtenstein, Tschechien, Ungarn, Slowakei und Slowenien - kosten ab Mai demzufolge 9,9 Cent pro Minute. Im Jahr 2000 habe eine Gesprächsminute nach Ungarn vergleichsweise noch drei Mal so viel gekostet.

Tele2 hat in Österreich letzten Angaben zufolge "deutlich über" 550.000 Kunden. (APA)

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