Opec förderte im März deutlich mehr Öl

16. April 2004, 14:01
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Vor allem der Irak exportierte trotz vereinbarter Förder-Kürzung mehr - Ölpreise etwas tiefer

London - Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hat im März einer Umfrage zufolge mehr Öl gefördert als einen Monat zuvor. Dabei exportierte vor allem der Irak deutlich mehr, während die übrigen Mitglieder eine vereinbarte Fördermengen-Kürzung nur wenig entschlossen umsetzten, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Umfrage hervorging.

Insgesamt förderte die OPEC im März demnach 28,42 Mio. Barrel pro Tag (bpd) - 320.000 bpd mehr als im Vormonat. Ein Barrel entspricht rund 159 Liter. Die Ölpreise sanken, nachdem die Daten zur gewachsenen Fördermenge bekannt wurden.

26,11 statt 24,5 Millionen Barrels pro Tag

Die zehn OPEC-Länder mit Förderquoten förderten zusammen 26,11 Mio. bpd und damit lediglich 60.000 bpd weniger als im Februar, wie die Umfrage ergab. Vereinbart war, dass diese Länder im März lediglich 24,5 Mio. bpd fördern sollten.

Vergangene Woche hatte die OPEC eine weitere, seit Anfang April geltende Kürzung der Fördermengen um eine Mio. bpd auf 23,5 Mio. bpd beschlossen. Eine Umfrage unter den OPEC-Produzenten ergab aber, dass sich die Kürzung mit 335.000 bpd auf lediglich rund ein Drittel des geplanten Maßes beschränken wird. Das einzige OPEC-Land, das sich deutlich um eine Begrenzung der Ölproduktion bemüht, ist demnach Saudiarabien. Die Golf-Staaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten sich ohnehin reserviert zur OPEC-Entscheidung der vergangenen Woche geäußert.

Ölpreise etwas tiefer

Die Ölpreise gaben am Dienstag etwas nach. Ein Barrel der führenden Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Mai verbilligte sich in London zeitweise um 0,14 US-Cent auf 30,55 Dollar. Der von der OPEC berechnete Referenzpreis für einen Korb aus verschiedenen Öl-Sorten fiel per Montag unter die Marke von 30,00 Dollar und wurde mit 29,90 Dollar nach 30,18 Dollar am Freitag ermittelt. (APA/Reuters)

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