AT&S erhöht Gewinnprognose

6. April 2004, 18:45
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Technologische "Aufrüstung" für Leoben, Shanghai geplant - Dividende 2003/04 dürfte konstant bleiben

Wien - Der an der Frankfurter Börse notierte steirische Leiterplattenhersteller AT&S hat seine Gewinnprognose für das abgelaufene Geschäftsjahr 2003/04 (per Ende März) erhöht, statt der bisher angepeilten 55 Cent pro Aktie soll der Gewinn nun wenigstens 63 Cent betragen, sagte AT&S-Chef Willi Dörflinger am Dienstag.

In den nächsten Wochen bis zur Bilanz-Pressekonferenz am 6. Mai würden große Investitionsentscheidungen fallen: Geprüft wird der Bau einer vierten Produktionslinie im Werk in Shanghai sowie der Bau eines weiteren, neuen Werks am selben Standort.

Ziemlich fix seien darüber hinaus Investitionen in Leoben-Hinterberg und Shanghai, um mehr Leiterplatten für die Erfordernisse der neuen Handygeneration zu ertüchtigen, sagte Dörflinger.

Kontinuierliche Dividendenpolitik

Die Dividendenpolitik für das abgelaufene Jahr solle trotz der erwarteten Verdoppelung des Gewinns gegenüber den Prognosen vor Jahresfrist "kontinuierlich" ausfallen, was auch im Hinblick auf die aktuellen Investitionsvorhaben geraten scheine, sagte Dörflinger.

Dies würde faktisch keine oder eine nur geringfügige Erhöhung gegenüber den zuletzt gezahlten 22 Cent pro Aktie bedeuten. Definitive Entscheidung darüber sei aber ebenso wie zu den Investitionen noch keine gefallen, wurde betont.

Dörflinger rechnet damit, dass der weltweite Handymarkt in Übereinstimmung mit aktuellen Prognosen von derzeit etwa 450 Mio. Stück auf bis zu 700 Mio. Stück in den nächsten zwei Jahren wachsen wird. AT&S macht derzeit etwa 60 Prozent seines Umsatzes mit Leiterplatten für Mobiltelefone. (APA)

WKN 922230

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