Letzter Schrei aus Holland: Schmuck im Auge

9. April 2004, 16:00
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"JewelEye": Winzige Herzchen aus Edelmetall wird in Schleimhaut des Auges eingepflanzt

Winzige Herzchen aus Edelmetall, die als Schmuck ins Auge implantiert werden, sind der letzte Schrei aus den Niederlanden. Die Idee für die mittlerweile unter dem Markennamen "JewelEye" patentierten Blickfänger kommt von Augenärzten aus Rotterdam. "Uns war aufgefallen, dass es eigentlich für alle Körperteile Schmuck gibt, nicht aber fürs Auge", sagte der "JewelEye"-Erfinder Gerrit Melles am Dienstag. "Dabei benutzen wir die Augen doch, um Kontakt mit anderen aufzubauen."

Schmucksteine in oberster Schleimhaut

Die glitzernden Schmuckstücke werden in die oberste Schleimhaut des Auges eingebracht. Die 500 Euro teure Operation sei ungefährlich. Einmal eingesetzt, verursache das Implantat keinerlei Nebenwirkungen und könne nach Wunsch leicht wieder entfernt werden, versicherte der Augenarzt. Das Interesse an dem Augenschmuck erinnere an die Entwicklung bei Piercing und Tattoos. "Wir hatten schon die ersten Anrufer, die eigene Entwürfe gemacht hatten", sagte Melles, Leiter des Instituts für innovative Augenchirurgie (NIIOC).

Nach einem Bericht des "Algemeen Dagblad" haben sich bisher sieben Niederländer ein Augenjuwel einsetzen lassen. "Nachbarn haben mich für verrückt erklärt", sagte eine Trägerin des neuen Schmucks in der Zeitung. (APA/dpa)

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