Geringe Terrorangst in Österreich

8. April 2004, 18:19
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Umfrage: Nur zwei Prozent glauben an "sehr große Gefahr"

Linz - Die Terrorangst der Österreicher ist laut einer aktuellen Befragung gering. 86 Prozent der Österreicher halten Anschläge wie in Spanien für sehr unwahrscheinlich. Nur zwei Prozent glauben an eine große Gefahr. Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes IMAS hervor.

Insgesamt 950 Österreicher ab 16 Jahren fragte IMAS telefonisch danach, wie groß sie die Gefahr von Terroranschlägen in Österreich einschätzen. Aus den Antworten geht hervor, dass für insgesamt 86 Prozent der Österreicher der Terrorismus kein Thema zu sein scheint: 43 Prozent der Erwachsenen bezeichnen die Gefahr von Anschlägen ausdrücklich als "ganz gering". Und eine ebenso große Gruppe ist der Ansicht, die Gefahr sei "nicht besonders groß".

Nur elf Prozent der Befragten halten laut Umfrage das Risiko eines Terroraktes für zumindest "ziemlich groß". In dieser Gruppe befinden sich zwei Prozent, die von einer "sehr großen Bedrohung" sprechen. Die Terrorangst ist bei den Jugendlichen am niedrigsten, bei Personen über 50 Jahren am höchsten.

In Wien glaubt die Bevölkerung am ehesten an die Wahrscheinlichkeit von Terrorakten. Lediglich ein Drittel der Wiener schließt Attentate nahezu vollständig aus. Auch die Bewohner der Landeshauptstädte halten überdurchschnittlich oft Anschläge in Österreich für denkbar. Echte Anzeichen einer Beunruhigung konnten die IMAS-Forscher dort aber auch nicht erkennen.

Am sichersten fühlen sich die Österreicher in Klein- und Mittelstädten oder auf dem Land. Nur eine Minderheit der dort lebenden Bevölkerung hält Anschläge für denkbar. (APA)

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