Prozess um Brand der Sofiensäle endete mit Schuld- und Freispruch

8. April 2004, 12:47
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Dachdeckermeister erhielt drei Monate bedingt - Arbeiter im Zweifel schuldlos

Mit einem Schuld- und einem Freispruch endete am Dienstag der Prozess um den Brand der Wiener Sofiensäle vom 16. August 2001 im Bezirksgericht Innere Stadt. Ein 42-jähriger Dachdeckermeister wurde wegen fahrlässiger Herbeiführung einer Feuersbrunst zu drei Monaten bedingter Haft verurteilt, einen 51-jährigen Arbeiter sprach Einzelrichterin Sabine Kandera im Zweifel frei.

Die Urteile sind nicht rechtskräftig, Verteidiger Manfred Ainedter legte Berufung gegen den Schuldspruch ein. Das Feuer, das zu einer weitgehenden Zerstörung der Sofiensäle geführt hatte, war im Zuge von Flämmarbeiten ausgebrochen.

Die Richterin war der Ansicht, dass dem Dachdeckermeister leichte Fahrlässigkeit vorgeworfen werden könne. Er habe objektiv sorgfaltswidrig gehandelt und hätte das Dach vor Beginn der Flämmarbeiten genauer untersuchen müssen. (APA)

Hintergrund

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