Drastische Preisnachlässe für Aids-Medikamente für 122 Länder

6. April 2004, 20:06
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Clinton-Stiftung trifft Vereinbarung mit Herstellern

Mehr als 120 Entwicklungsländer können Aids- Medikamente und -Tests künftig zu erheblich reduzierten Preisen einkaufen. Möglich macht das eine Vereinbarung, die die Clinton- Stiftung mit Herstellern ausgehandelt hat, teilte die Weltbank am Dienstag in Washington mit. Die Medikamente seien teilweise mit Nachlässen von mehr als 50 Prozent zu haben.

Die Stiftung von Ex-Präsident Bill Clinton, die den Kampf gegen Aids zu einer ihrer Hauptaufgaben gemacht hat, hat Preisreduzierungen mit einem südafrikanischen und vier indischen Herstellern ausgehandelt. Nach Angaben der Weltbank kostet die Behandlung eines Patienten damit noch 140 Dollar (117 Euro) im Jahr, ein Drittel der sonst üblichen Preise. Die Aids-Tests werden unter anderem von Bayer Diagnostics billiger als üblich angeboten.

Günstigere Konditionen für 122 Länder

Von der Vereinbarung der Clinton-Stiftung mit den Herstellern profitierten bisher 16 Länder in der Karibik und Afrika. Jetzt können insgesamt 122 Länder die günstigen Konditionen in Anspruch nehmen. Interessierte Regierungen müssen allerdings zunächst Zahlungsgarantien abgeben, langfristige Verträge abschließen und die sichere Verteilung der Medikamente gewährleisten. Dabei helfen die Weltbank, das Kinderhilfswerk UNICEF und der Global Fund, eine Initiative von Unternehmern, Regierungen und Organisationen zur Vorbeugung und Behandlung von Aids, Tuberkulose und Malaria.

"Mit diesen Vereinbarungen sind wir einen Schritt weiter, um sicherzustellen, dass künftige Generationen ohne die Aids-Geißel leben können", teilte Clinton in einer Stellungnahme mit. (APA/dpa)

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