Blockade am Semmering: "Der Zauberberg darf nicht zum Brenner werden"

6. April 2004, 11:44
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Einstündige "Verkehrsberuhigung" auf S6 - Protest-Veranstaltung bei Maria Schutz mit etwa 50 Teilnehmern

"Der Zauberberg (Semmering, Anm.) darf nicht zum Brenner werden": Unter diesem Motto haben heute, Dienstag, Vormittag Aktivisten der Umweltorganisation Global 2000 und weitere Transitgegner für eine "Verkehrsberuhigung der besonderen Art" auf der Semmering-Schnellstraße (S6) gesorgt. Die Verbindung wurde um 10.00 Uhr bei der Abzweigung nach Maria Schutz blockiert.

Die Protest-Veranstaltung mit etwa 50 Teilnehmern, unter ihnen die frühere Grün-Politikerin Freda Meissner-Blau, war für eine Stunde anberaumt. Die dadurch verursachten Verkehrsbehinderungen hielten sich in Grenzen.

"Symbol für verfehlte Verkehrspolitik"

"Der Semmering ist ein Symbol für die verfehlte Verkehrspolitik, wie sie derzeit in Ostösterreich betrieben wird," kritisierte Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von Global 2000. Im Jahr 2010 würden genau so viele Lkw den Semmering (durch den Straßentunnel) passieren wie derzeit den Brenner. Für ein Naherholungsgebiet sei das "nicht wünschenswert".

Global 2000 sah die S6 bei Maria Schutz am Dienstagvormittag als "Festplatz". Heurigenbänke waren aufgestellt, es gab Live-Musik (u.a. "Highway to Hell"), die Teilnehmer an der Protest-Veranstaltung wurden mit Süßmost und Broten verköstigt.

Bei der Blockade habe es sich nicht um eine Schikane gehandelt, sagte Simone Bräuer von Global 2000. Sie sprach von einer Aktion, mit der man "die Verkehrspolitik aufrütteln" möchte. (aPA)

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