Mehrere Tote bei Erdbeben in Hindukusch-Region

7. April 2004, 09:30
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Grenzgebiet von Afghanistan und Pakistan betroffen - Erschütterungen mit einer Stärke von 6,8 nach Richter

Ein heftiges Erdbeben im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan hat offenbar mehrere Menschen das Leben gekostet. Die Polizei konnte am Dienstagvormittag zwar nur einen Todesfall bestätigen, erklärte aber, es gebe Berichte über weitere Opfer. Man bemühe sich um nähere Informationen aus der schwer zugänglichen Gebirgsregion am Hindukusch. Geologische Institut im US-Staat Colorado gab die Stärke des Bebens mit 6,6 an, das Seismologische Zentrum in Pakistan registrierte 6,8.

Epizentrum nordöstlich von Kabul

Das Epizentrum lag den Angaben zufolge 275 Kilometer nordöstlich der afghanischen Hauptstadt Kabul in der schwach besiedelten Provinz Badachschan. Das Erdbeben ereignete sich kurz vor 2.30 Uhr (Montag 23.30 Uhr MESZ) und dauerte nach Angaben eines pakistanischen Behördensprechers fast eine Minute. Die Menschen in den betroffenen Gebieten wurden von den Erdstößen aus dem Schlaf gerissen. Die Erschütterungen war im Osten bis in die pakistanische Stadt Lahore nahe der indischen Grenze zu spüren, im Nordwesten bis in die usbekische Hauptstadt Taschkent. In Kabul rannten Menschen in Panik auf die Straßen.

Ein Sprecher des Meteorologischen Dienstes in Islamabad bezeichnete das Beben als heftig. Er äußerte die Befürchtung, es könnten schwere Schäden entstanden sein. Im Mai 1998 kamen bei einem Erdbeben der Stärke 6,9 im Norden Afghanistans und im benachbarten Tadschikistan 5.000 Menschen ums Leben. (APA/AP)

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