Justizminister: "Haben mit Haftbefehl nichts zu tun"

7. April 2004, 15:30
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Ali Mohammed Yassin dementiert Angaben der US-Zivilverwaltung - Sechs Tote bei Gefechten in Falluja und nahe Bagdad

Bagdad - Das irakische Justizministerium hat nach eigenen Angaben mit dem Haftbefehl gegen den radikalen Schiiten-Prediger Muktada al Sadr nichts zu tun. Das betonte Justizminister Ali Mohammed Yassin am Dienstag. "Solche Haftbefehle werden normalerweise auch nicht in den Medien veröffentlicht", sagte Yassin. Am Vortag hatte die US-Zivilverwaltung verkündet, gegen den jungen Geistlichen gebe es seit Monaten einen Haftbefehl, den ein irakischer Richter ausgestellt habe.

Gefechte in Falluja

Bei Gefechten zwischen US-Soldaten und irakischen Aufständischen sind im westirakischen Falluja in der Nacht zum Dienstag nach Angaben von Augenzeugen zwei Iraker getötet worden. 15 weitere Menschen seien verletzt worden, berichteten Einwohner der Stadt, in der die US-Truppen am Montag eine Ausgangssperre von 19.00 Uhr bis 6.00 Uhr verhängt hatten. Ein Augenzeuge sagte, die beiden Männer seien gestorben, als einer von ihnen den anderen wegen einer Verletzung ins Krankenhaus transportieren wollte. Eine Rakete der US-Armee habe auf dem Weg ihr Auto getroffen. Die US-Armee sei in der Nacht in zwei Viertel der Stadt eingedrungen.

US-Soldaten getötet

Bei einem Einsatz westlich der irakischen Hauptstadt Bagdad sind vier US-Soldaten getötet worden. Wie die US-Armee am Dienstag mitteilte, wurden die vier Marine-Infanteristen in der Provinz El Anbar angegriffen und getötet. Sie hätten den Auftrag gehabt, für Sicherheit in der Region zu sorgen. (APA/dpa/AFP)

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