Zebari: "30. Juni muss eingehalten werden"

7. April 2004, 09:58
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Irakischer Außenminister gegen Verschiebung der Machtübergabe - Treffen mit Blair

London - Der irakische Außenminister Hoshyar Zebari hat sich entschieden dagegen gewandt, den Termin für die Machtübergabe im Irak zu verschieben. Der 30. Juni müsse eingehalten werden, sagte Zebari am Montagabend in einem BBC-Fernsehinterview. Das Ende der Besatzung und die Übergabe der Macht zum geplanten Zeitpunkt seien für den Irak von großer Bedeutung. Es gehe dabei vor allem um die Glaubwürdigkeit der Koalition und des Verwaltungsrates, sagte der Minister.

Angesichts der jüngsten Eskalation der Gewalt ist die Übergabe der Macht zum 30. Juni in die Hände der Iraker von verschiedenen Seiten in Frage gestellt worden. Auch von Mitgliedern des US-Kongresses wird der Termin 30. Juni in Zweifel gezogen. Dagegen bekräftige US-Präsident George W. Bush am Montag erneut, dass er an dem Zeitplan festhalten werde. "Der Termin bleibt bestehen", sagte er gegenüber Reportern. Unter dem Eindruck der blutigen Revolte radikaler Schiiten in mehreren Städten des Irak erklärte Bush, die USA würden sich "von Gangstern und Terroristen nicht vom Kurs abbringen" lassen.

Zebari wird am Dienstag in London mit dem britischen Premierminister Tony Blair über die aktuelle Lage in Irak sprechen. (APA/AP)

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