Britische Bahngesellschaft muss zwei Millionen Pfund Strafe zahlen

7. April 2004, 09:29
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Lokführer übersah Stoppsignal: 31 Tote

London - Eine britische Bahngesellschaft ist am Montag wegen eines Unfalls mit mehr als 30 Toten zu einer Strafe von zwei Millionen Pfund (3,1 Millionen Euro) verurteilt worden. Thames Trains betreibt ein Netz von Pendlerzügen in Westlondon. Die Arbeitsschutzbehörde verklagte die Firma wegen eines Unfalls am 5. Oktober 1999. Damals hatte ein Lokführer ein Stoppsignal übersehen und war auf ein Gleis gefahren, auf dem ein Schnellzug entgegenkam. 31 Menschen starben bei dem Zusammenstoß, 150 weitere wurden verletzt.

Thames Trains hatte im Dezember eingestanden, gegen Gesetze zum Schutz von Angestellten sowie Fahrgästen verstoßen zu haben. Die angesichts der hohen Opferzahl gering erscheinenden Strafe ist die höchste, die in Großbritannien je gegen eine einzelne Bahngesellschaft verhängt wurde, wie die Behörde mitteilte. Laut Staatsanwaltschaft wäre der Unfall verhindert worden, wenn der Lokführer besser ausgebildet worden wäre. (APA/AP)

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