Bush: Machtübergabe am 30. Juni

7. April 2004, 07:06
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USA wollen trotzdem militärische Präsenz aufrechterhalten: "Die Bürger des Irak müssen sich nicht fürchten"

Charlotte - Trotz der Schiiten-Aufstände im Irak halten die USA an dem Termin 30. Juni für die Machtübergabe an eine souveräne Regierung fest. Allerdings würden die USA ihre militärische Präsenz in dem Golfstaat aufrechterhalten, sagte Bush am Montag in Charlotte im Bundesstaat North Carolina. "Es ist meine Absicht sicherzustellen, dass der Termin bleibt", sagte Bush. Seine Regierung prüfe aber weiterhin, in welcher Form der Machtwechsel vollzogen werden solle.

"Die Botschaft an die Bürger des Irak ist, dass sie nicht fürchten müssen, Amerika werde sich abwenden und gehen. Und das ist eine wichtige Botschaft, die sie hören sollten. Wenn sie glauben, dass wir nicht aufrichtig sind und nicht zu unseren Zusagen stehen, werden viele Leute nicht weiterhin das Risiko auf dem Weg in Richtung Freiheit und Demokratie tragen", so der Präsident. Nach der jüngsten Welle der Gewalt im Irak war der Übergabetermin in den USA in Frage gestellt worden.

Bush griff zugleich den radikalen irakischen Schiiten-Führer Muktada al Sadr scharf an. Dieser widersetze sich mit "Gewalt" der Demokratie. Die Besatzungstruppen im Irak hatten sich in den vergangenen Tagen heftige Gefechte mit Anhängern Sadrs geliefert. (APA)

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    Nach der jüngsten Welle der Gewalt im Irak war der Übergabetermin in den USA in Frage gestellt worden.

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