Erst das Fernsehen, dann die Unruhe

14. April 2004, 11:08
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Washington - Je länger Kleinkinder fernsehen, desto häufiger fielen sie US-Forschern zufolge in den ersten Schuljahren durch Unruhe und Unaufmerksamkeit auf. Dies belege nun eindeutig eine Studie an 1300 Grundschulkindern in den USA, berichtet Pediatrics. Neuropsychologin Elizabeth Sowell von der Universität von Kalifornien in Los Angeles erklärte den Zusammenhang mit der schnellen Entwicklung des kindlichen Hirns.

Von Tierstudien sei bekannt, dass eine stimulierende Umgebung Veränderungen im jungen Hirn mit sich bringt. Das Gleiche sei möglich durch die schnelle Folge der TV-Bilder bei Kleinkindern. Der Verband der Kinderärzte Amerikas empfiehlt Eltern jedenfalls, Kinder unter zwei Jahren nicht vor den Fernseher zu lassen, die TV-Zeit vom dritten Lebensjahr an auf zwei Stunden pro Tag zu beschränken. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6. 4. 2004)

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