Frau nach Entfernung eines 80-Kilo-Tumors aus dem Spital entlassen

11. April 2004, 16:51
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46-jährige Rumänin litt an schwerer Form von Neurofibromatose

Bukarest - Zehn Wochen nach der Entfernung eines 80 Kilogramm schweren Tumors ist eine rumänische Patientin am Montag aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 46-jährigen Frau sei mehrfach Haut transplantiert worden, um die Operationswunden zu schließen, berichtete der Nachrichtensender Realitatea TV. Auf einer Pressekonferenz lobte die Patientin ihre Ärzte: "Sie haben mir positive Energie gegeben."

Die Rumänin litt an Neurofibromatose, einer erblich bedingten Störung des Nervensystems, bei der sich Tumore an den Nerven entwickeln. Der Tumor bedeckte fast den ganzen Rücken der Frau und reichte bis zu den Oberschenkeln. Ohne den Tumor wog die Patientin 40 Kilogramm.

Großeinsatz

Ein 14-köpfiges amerikanisch-rumänisches Chirurgenteam hatte den gutartigen Tumor im Jänner in einer achtstündigen Operation entfernt. Die ehemalige Kuchenverkäuferin aus Brasov (Kronstadt) war seit drei Jahren bettlägerig und auf Hilfe angewiesen. Der wachsende Tumor absorbierte wie ein gigantischer Parasit Blut und Nährstoffe aus ihrem Körper. Die Operation in Bukarest wurde von Dr. McKay McKinnon geleitet, einem plastischen Chirurgen aus Chicago.

Nach Angaben der Ärzte handelte es sich um den zweitgrößten Tumor, der je einem Menschen entfernt wurde. McKinnon hatte im Jahr 2000 einer Frau im US-Bundesstaat Michigan einen 90 Kilogramm schweren Tumor entfernt. Die Frau litt unter der gleichen Krankheit wie die Patientin in Rumänien. (APA/AP)

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