Passivraucher haben höheres Todesrisiko

9. April 2004, 22:16
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Studie: 15 Prozent höheres Todesrisiko als Menschen mit einem rauchfreien Zuhause

London/Wellington - Passivraucher haben einer neuseeländischen Studie zufolge ein 15 Prozent höheres Todesrisiko als Menschen mit einem rauchfreien Zuhause. In einer der weltweit größten derartigen Untersuchungen hatten Sarah Hill von der Wellington School of Medicine und Kollegen die Todesraten von 600.000 neuseeländischen Nichtrauchern im Alter zwischen 45 und 74 Jahren während insgesamt sechs Jahren verglichen.

Dabei stellten sie fest, dass unabhängig von der Todesursache etwas mehr Passivraucher gestorben waren als andere Nichtraucher. Dieser Unterschied hatte auch nach Korrekturen für Alter, Abstammung, Familienstand sowie sozialem und ökonomischen Status Bestand, wie die Forscher im "British Medical Journal" (Online-Vorabveröffentlichung; DOI: 10.1136/bmj.38070.503009.EE) berichten. Die Forscher hatten Volkszählungsdaten ausgewertet.

In Neuseeland stürben jährlich 350 Menschen an den Folgen des Passivrauchens, sagte Damien O'Connor vom neuseeländischen Gesundheitsministerium. Zudem müssten jährlich mehr als 500 Kinder unter zwei Jahren wegen Gesundheitsproblemen durch Passivrauchen im Krankenhaus behandelt werden. "Kinder sind viel verletzlicher im Hinblick auf Passivrauchen, weil sie kleinere, empfindlichere Lungen haben", sagte O'Connor. Fernsehspots sollen Neuseeländer dazu bewegen, künftig nur noch im Freien zu rauchen.(APA/dpa)

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