Kronsteiner brachte Spielwitz zurück

7. April 2004, 11:09
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Die Austria ist seit der Ablöse von Löw kaum wieder zu erkennen - Sportmanager nach drei Siegen: "Wir forcieren das Spiel nach vorne"

Graz - Der Trainerwechsel beim österreichischen Fußball-Double-Gewinner Austria Wien hat sich offensichtlich bezahlt gemacht. Seit Günter Kronsteiner vom Sportdirektor zum Sportmanager aufgestiegen ist und die sportliche Letztverantwortung von Joachim Löw übernommen hat, feierten die Veilchen inklusive Cup in drei Spielen bei einem Torverhältnis von 10:2 drei Siege. Mit dem 3:1 in Graz gegen Sturm holte sich der Titelverteidiger am Sonntag die Tabellenführung vom punktegleichen GAK wieder zurück.

Kein Wunder also, das Kronsteiner nach dem zweiten Erfolg über die Grazer (zuvor 5:1 im Horr-Stadion) binnen acht Tagen ein zufriedenes Resümee zog. "Acht Tore in zwei Spielen sind im Vergleich zur Zeit davor eine tolle Bilanz. Wir forcieren das Spiel nach vorne und das lohnt sich, aber hinten gibt es noch einiges zu reparieren", erklärte der Steirer, der sich wie schon in Wien auf Radoslav Gilewicz verlassen konnte.

Gilewicz: "Spielen guten Fußball"

Der polnische Goalgetter, im ersten Spiel vierfacher Torschütze, erzielte diesmal das wichtige 2:1. "Wir schauen nicht auf den GAK, sondern nur auf uns. Derzeit kommen wir zu vielen Möglichkeiten und spielen guten Fußball", freute sich "Radogoal", der bei seinem zehnten Saisontreffer dem früheren Austria-Mannschaftkollegen Thomas Mandl keine Chance ließ.

Bei den zwei weiteren Gegentreffern wirkte der Burgenländer im Sturm-Tor aber nicht ganz schuldlos. "Ich habe schon seit einiger Zeit Kreislaufprobleme, aber das soll keine Ausrede sein. Wenn ich spiele, gebe ich 120 Prozent", meinte der Teamgoalie, dessen Elf als Tabellen-Vorletzter mit nur vier Punkten Vorsprung auf Schlusslicht Kärnten weiter um den Klassenerhalt bangen muss.

Kartnig blieb locker

Kronsteiner machte der Petrovic-Truppe aber Mut. "Sturm wird meiner Meinung nach mit dem Abstieg nichts zu tun haben." Sturm-Boss Hannes Kartnig saß bei der dritten Niederlage der Grazer in Folge übrigens nicht im Schwarzenegger-Stadion, sondern verbrachte den Sonntag mit Bundesliga-Präsident und Austria-Mäzen Frank Stronach bei der Eröffnung des Pferdesportparks in Ebreichsdorf. "Wir haben mit vielen Jungen gespielt, und die haben ihre Sache in der ersten Hälfte sehr gut gemacht. Nach der Pause hat man dann den Klassenunterschied gesehen", ließ er seinen Kickern ausrichten.(APA)

  • Das Gespann: Kronsteiner und Soendergard.

    Das Gespann: Kronsteiner und Soendergard.

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