Asfinag weist deutsche Frächter-Kritik zurück

19. April 2004, 11:47
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Der Mautbetreiber sieht in der vorgeschriebenen telefonischen Meldepflicht von Fehlern bei der Mautabbuchung keine Diskriminierung von ausländischen Frächtern

Wien - Für die österreichische Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag ist die Beschwerde des deutschen Frächterverbandes bei der EU wegen der Abwicklung der heimischen Lkw-Maut nicht nachvollziehbar.

Kostenfreie Nummer

Dass die telefonische Meldung bei einem Fehler bei der Mauterfassung eine "nicht akzeptable Diskriminierung" ausländischer Fahrer sei, könne schon alleine dadurch widerlegt werden, dass die Telefon-Hotline eine "aus dem In- und Ausland kostenfreie Nummer" ist, so Asfinag-Sprecher Marc Zimmermann am Montag gegenüber der APA. Vielmehr handle es sich um ein zusätzliches Service der Asfinag.

Ebenso würde allen Frächtern weiterhin die Möglichkeit offen stehen, bei Problemen mit der Abbuchung den bisherigen Lösungsweg der direkten Kontaktaufnahmen mit den Asfinag-Kontrollorgangen oder an den Ausgabestellen der zur Abrechung notwendigen Go-Boxen zu wählen.

Verwunderung über Piepstöne

Gänzlich für Verwunderung sorgt bei der Asfinag die Kritik an den Piepstönen, die bei der Durchfahrt unter den Mautabbuchungsbrücken im Fahrerhaus zu hören seien.

Diese würden laut deutschem Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung die Verkehrssicherheit gefährden. "Das Argument haben wir von österreichischen Frächtern nie gehört", so Zimmermann. Die Wirtschaftskammer Österreich hatte die Maßnahme der Asfinag begrüßt.

Lkw-Lenker, deren Fahrt auf Österreichs Schnellstraßen und Autobahnen nicht ordnungsgemäß bemautet wurde, können diesen Fehler seit 26. März auch telefonisch bereinigen.

Zuvor musste der Fahrer die Maut bei Abbuchungsproblemen entweder innerhalb von fünf Stunden oder nach maximal 70 km ab dem Zeitpunkt des Durchfahrens des Mautbalkens bei den Vertriebsstellen für die Go-Boxen oder beim nächsten Mautaufsichtsorgan bezahlen, ansonsten wurde er als Mautpreller zur Verantwortung gezogen. (APA)

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