Kaschmir: 60 Verletzte bei Handgranaten-Angriff auf belebtem Markt

6. April 2004, 17:42
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Polizei: Ziel der Rebellen war Patrouille der paramilitärischen pakistanischen Grenzgruppen - Großteils Zivilisten verwundet

Srinagar - Bei einem Handgranatenangriff mutmaßlicher muslimischer Separatisten auf einem belebtem Markt im indischen Teil Kaschmirs sind mindestens 60 Menschen verletzt worden. Ziel der Rebellen bei dem Angriff am Montag rund 35 Kilometer südlich der Sommerhauptstadt Srinagar sei eine Patrouille der paramilitärischen indischen Grenztruppen (BSF) gewesen, teilte die Polizei mit. Zwei Menschen seien schwer verletzt worden.

Unter den Verletzten seien drei BSF-Angehörige, der Rest seien Zivilisten, teilte die Polizei mit. Drei Kinder und 13 Frauen seien verletzt worden. Die Rebellen hätten mehrere Granaten geworfen. Im indischen Teil Kaschmirs kämpfen muslimische Separatisten für die Unabhängigkeit oder den Anschluss der Region an Pakistan.

Pakistan und Indien haben seit ihrer Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft 1947 drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon um die Unruheregion. Seit einem Jahr bemühen sich die beiden Atommächte um eine Entspannung des Verhältnisses. Sie haben inzwischen Friedensgespräche aufgenommen, bei denen auch eine Lösung für Kaschmir gefunden werden soll. (APA/dpa)

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