US-Soldat bei Explosion von Autobombe in Kirkuk getötet

6. April 2004, 09:15
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Weiterer Anschlag vereitelt

Kirkuk - Ein US-Soldat ist in der Nacht auf Montag bei der Explosion einer Autobombe in der nordirakischen Stadt Kirkuk ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher der US-Arme in Kirkuk berichtete, wurden weitere Soldaten verletzt, als der Sprengsatz in dem Auto während einer US-Razzia in einem Wohnviertel detonierte. Am Sonntag war in Kirkuk bereits eine Autobombe an einem Platz explodiert, an dem sich Anhänger des radikalen Schiiten-Predigers Muktada al Sadr zu einer Demonstration versammeln wollten. Wie die Polizei erklärte, wurde am Montagmorgen ein weiterer Autobombenanschlag in der Stadt vereitelt. Das Auto hätte neben einer schiitischen Moschee explodieren sollen, die von Sadr-Anhänger frequentiert werde.

In Kirkuk war es in den vergangenen Wochen zu einer Reihe von Angriffen auf irakische Sicherheitskräfte und Verbündete der Besatzungstruppen gekommen. Die mit den USA verbündeten Kurdenparteien KDP von Massud Barzani PUK von Jalal Talabani fordern, dass die Araber, die unter dem gestürzten Regime von Saddam Hussein in Kirkuk angesiedelt wurden, die Stadt verlassen müssen. Die Bevölkerung von Kirkuk setzt sich aus Kurden, Arabern, Turkmenen, Chaldäern und weiteren Minderheiten zusammen. Die Stadt wird von den Kurdenparteien als Teil des Kurdengebietes angesehen. Sie soll den Nordostprovinzen Arbil, Sulaimaniya und Dohuk angegliedert werden, in denen nach dem Golfkrieg 1991 unter westlichem Schutz eine kurdische Selbstverwaltung entstanden war, auf die Bagdad keinen Zugriff hatte. (APA/dpa)

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