Aventis: Unabhängigkeit weiter möglich

9. April 2004, 15:38
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Aktionäre sollen entscheiden

Berlin - Der französisch-deutsche Pharmakonzern Aventis hat neben seinen Fusionsüberlegungen die Möglichkeit nicht aufgegeben, als unabhängiges Unternehmen weiter zu arbeiten. Dies sagte Aventis-Chef Igor Landau in einem Interview für das konzerneigene Intranet, aus dem die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Montag zitierte.

Aktionäre entscheiden

Die Einladung an den Schweizer Konkurrenten Novartis zu Fusionsgesprächen sei eine Folge des Übernahmeversuchs durch den französischen Rivalen Sanofi-Synthelabo. Aventis müsse nun "überprüfen, ob die Verbindung mit einem Unternehmen mit der Größe und dem Ruf von Novartis unter industriellen, sozialen und finanziellen Aspekten mehr Sinn machen könnte", sagte Landau weiter. "Am Ende entscheiden darüber die Aktionäre."

Landau favorisiert Novartis

Landau warb zugleich erneut für einen Zusammenschluss mit Novartis. Die Schweizer haben es zu einer Voraussetzung für Gespräche gemacht, dass Aventis die französische Regierung - Befürworterin eines französischen Konzerns aus Sanofi und Aventis - von den Vorteilen einer Fusion mit Novartis überzeugt. "Wir sind davon überzeugt, dass wir einen starken, international wettbewerbsfähigen Pharmakonzern aufbauen müssen, um Arbeitsplätze in Europa zu sichern", sagte Landau.

Eine Verbindung mit Novartis bringe eine größere Arbeitsplatzsicherheit als eine Übernahme durch Sanofi. Sie umfasse in Frankreich 18.000 Arbeitsplätze und nicht 30.000 wie eine Fusion mit Sanofi. (APA/Reuters)

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