Kroatiens IT-Markt bietet Platz für dritten GSM-Betreiber

13. April 2004, 10:15
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Studie: Preise würden um bis zu 50 Prozent sinken - Lizenz-Ausschreibung vielleicht schon diese Woche

Kroatiens IT-Markt könnte von einem dritten GSM-Mobilfunkanbieter durchaus profitieren. Ein neue Anbieter würde die Handy-Verbreitung von derzeit 56 Prozent auf 65 Prozent erhöhen, und in den folgenden Jahren sogar auf 91 Prozent. Gleichzeitig würden die Preise um 20 bis 50 Prozent sinken. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die der Unternehmensberater Roland Berger im Auftrag des kroatischen Verkehrsministeriums durchgeführt hat.

Höher

Die Studie hat ergeben, dass die Handy-Tarife der beiden Mobilfunk-Anbieter in Kroatien - der Deutsche-Telekom-Tochter HTCronet und der Mobilkom-Tochter VIPnet - im Vergleich zu Ländern mit mehr Anbietern, wie etwa Österreich, Ungarn oder Slowenien, deutlich höher sind.

Die Studie zeigt zudem, dass das Vorhandensein von nur zwei Mobilfunk-Anbietern schuld sei an der geringen Handy-Dichte von 56 Prozent. Nach Einschätzung von Roland Berger kann die Marktdurchdringung ohne einen dritten GSM-Anbieter nur noch geringfügig zunehmen. Ein Mitbewerber werde auch die Gewinne der beiden derzeitigen Betreiber kräftig nach unten drücken, so die Studie.

250 neue Arbeitplätze

Der dritte Mobilfunk-Anbieter würde mindestens 250 neue Arbeitsplätze schaffen und könnte in drei bis vier Jahren die Gewinnschwelle erreichen. Der kroatische Staat dürfte rund 35 bis 75 Mio. Euro an Lizenzgebühren und in der Folge weitere 50 bis 60 Mio. Euro an Steuern einnehmen, so die Schätzungen.

Laut einem Bericht der Tageszeitung "Vjesnik" könnte die Ausschreibung für die dritte GSM-Lizenz schon in dieser Woche erfolgen.(APA)

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