RCB bestätigt Kaufempfehlung für Böhler-Uddeholm

19. April 2004, 11:49
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Kursziel 80 Euro - Rekordjahr 2005 zeichnet sich ab

Wien - Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) haben ihre Kaufempfehlung für die Aktien der Böhler-Uddeholm mit einem Kursziel von 80 Euro bestätigt. Die zuletzt in Medienberichten angedachte Akquisition der Edelstahlsparte des Heiztechnikkonzerns Buderus und der Edelstahlwerke Witten Krefeld (EWK) der Thyssen Krupp durch Böhler-Uddeholm hält das Institut für "unwahrscheinlich".

Das heimische Stahlunternehmen würde gegebenenfalls 125 Mio. Euro für Buderus Edelstahl bzw. 170 Mio. Euro für EWK bezahlen, erwarten die Analysten. Auf Grund der höheren Profitabilität und des vertikalen Charakters der Akquisition sei Buderus Edelstahl zu favorisieren, heißt es.

Böhler-Uddeholm selbst bleibt auch nach der Veröffentlichung von Gesamtjahresergebnissen 2003 von der RCB zum Kauf empfohlen. Steigende Auftragseingänge und ein vorsichtig optimistischer Ausblick des Managements deuten auf eine Verbesserung der konjunkturellen Situation hin. Im Geschäftsjahr 2005 sollte Böhler-Uddeholm ein neues Rekordjahr erzielen, das sich in der RCB-Schätzung für den Gewinn je Aktie von 7,09 Euro manifestiere.

Ausgezeichnete Positionierung

"Böhler-Uddeholm wird an der Börse mit der Bewertung eines Kommerzstahlproduzentens abgestraft", schreiben die Analysten. Wegen der "ausgezeichneten strategischen Positionierung, der niedrigen Zyklizität in der Profitabilität, dem höheren Margenniveau und der gestiegenen Liquidität der Aktie" sehen die Aktienexperten das Bewertungsniveau als zu niedrig an. Am Montag gegen 10:25 Uhr MESZ notierten Böhler-Uddeholm bei 67,90 Euro 0,50 Prozent fester.

Auch im Vergleich zu den anderen im österreichischen Leitindex ATX vertretenen Unternehmen weise der Stahlproduzent eine attraktive fundamentale Bewertung auf. Gemessen am Kurs-Gewinn-Verhältnis seien lediglich OMV und RHI billiger. Gemeinsam mit Flughafen Wien gehöre Böhler-Uddeholm mit einer erwarteten Dividendenrendite 2004 von 3,9 Prozent zu den "Dividendenkaisern". (APA)

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