FlashMob mit 180 Gigaflops

13. April 2004, 10:05
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Demo von 660 Computerfreaks in San Francisco - "Bei FlashMob geht es um die Demokratisierung von Supercomputern"

Der Aufruf zu einer Demonstration von in San Francisco hat das angestrebte Ziel verpasst, Hunderte von Rechnern zu einem Supercomputer zusammenzuschalten. Zu der "FlashMob"-Party schleppten 660 Teilnehmer am Samstag ihren PC in die Universität. Deren kombinierte Prozessor-Power brachte es aber nur auf eine Kapazität von 180 Gigaflops - das sind 180 Milliarden Fließkommaberechnungen in der Sekunde. Für den Vorstoß in die Liste der 500 stärksten Supercomputer der Welt wären aber mindestens 500 Gigaflops erforderlich gewesen.

"Bei FlashMob geht es um die Demokratisierung von Supercomputern"

Dennoch werteten die Veranstalter die Sache als Erfolg. "Bei FlashMob geht es um die Demokratisierung von Supercomputern", sagte Mitveranstalter John Witchel. Erst wenn die Kapazität von Supercomputern dem Volk übergeben werde, "können wir entscheiden, wie Supercomputer verwendet werden." Die stärksten Computer der Welt - angeführt vom Earth Simulator in Yokohama mit 33.900 Gigaflops (33,9 Teraflops) - werden für Wettervorhersagen, die Simulation von Atomwaffenversuchen oder andere komplexe Modellberechnungen eingesetzt.

Mob

Als FlashMob werden Veranstaltungen bezeichnet, die nur einen einzigen, zeitlich begrenzten Zweck haben. Dazu werden Interessenten kurzfristig, oft mit SMS, eingeladen. FlashMobs wurden auch schon für politische Demonstrationen organisiert. (APA/AP)

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