Indonesien: Expräsident kritisiert Wahlbetrug

11. April 2004, 11:20
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Wahid will Ergebnis nicht anerkennen

Jakarta - Bei der Parlamentswahl in Indonesien soll es zu massivem Betrug gekommen sein. Der ehemalige Präsident Abdurrahman Wahid, dessen Partei nach Auszählung von einem Drittel der abgegebenen Stimmen auf dem dritten Platz liegt, erklärte, seine Partei des Nationalen Erwachens werde das Wahlergebnis daher möglicherweise nicht anerkennen. Internationale Beobachter hatten einen fairen Verlauf der Abstimmung bestätigt. Medien berichteten dagegen über zahlreiche Unregelmäßigkeiten.

Nach den bisherigen Auszählungen liegen die Partei des Kampfes (PDIP) von Präsidentin Megawati Sukarnoputri und die Partei Golkar ihres Vorgängers Suharto Kopf an Kopf. Die Wähler hatten am Montag über die Verteilung von 550 Sitzen im Oberhaus, von 128 Sitzen im Unterhaus und über neue Kommunalregierungen entschieden. Mit der Bekanntgabe des endgültigen Ergebnisses wird in den kommenden Tagen gerechnet. (APA/AP)

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