Unsichtbar, drahtlos, allgegenwärtig

13. April 2004, 12:02
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"Pervasive Computing" / "Ubiquitous Computing"

"Pervasive Computing" (engl.: durchdringend) oder "Ubiquitous Computing" (engl.: allgegenwärtig) bedeutet frei übersetzt: Computer, Internet und Netzwerke durchdringen das menschliche Tun. Endgeräte vernetzen sich drahtlos, sind unsichtbar und trotzdem allgegenwärtig, um mobilen Handel, in Kleidung integrierte Computer (Wearable Computing) oder Heim-Automation zu ermöglichen.

Sowohl die Trends in den Forschungsausrichtungen als auch industrielle und wirtschaftliche Innovationsbarometer zeigen eindeutig in die Richtung der Bereitstellung einer "allgegenwärtigen Umgebungsintelligenz" als die nächste Herausforderung des Informationszeitalters.

Als einer der Pioniere dieser Zukunftsvision gilt der mittlerweile verstorbene Computerwissenschafter Mark Weiser, der Anfang der 90er-Jahre im Xerox Paolo Alta Research Centre daran gearbeitet hat. Seit dem Jahr 2000 gibt es unter der Leitung von Universitätsprofessor Alois Ferscha an der Universität Linz einen Exzellenzschwerpunkt für "Pervasive Computing", an dem acht Informatikinstitute mitarbeiten sowie seit 2003 im Softwarepark Hagenberg die gemeinsam mit dem Land Oberösterreich eingerichtete "Technologietransferplattform Pervasive Computing".

Das Institut für "Pervasive Computing" richtet heuer die renommierteste internationale Konferenz in diesem Gebiet aus: Die PERVASIVE 2004 findet in der Zeit vom 18. bis 23. April 2004 zuerst in Linz (Doctoral Colloquium) statt, die Hauptkonferenz ab 21. April in der Wiener Hofburg. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5. 4. 2004)

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