UNO-Generalsekretär Annan beendete Österreich-Aufenthalt

5. April 2004, 12:33
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Weiterreise nach Moskau

Wien - UNO-Generalsekretär Kofi Annan ist nach Abschluss seiner Gespräche mit den Leitern der UNO-Behörden in Baden heute, Sonntag Vormittag, zu einem offiziellen Russland-Besuch nach Moskau weitergereist. Dies bestätigte ein UNO-Sprecher in Wien. Annan leitete Freitag und Samstag die UNO-interne Konferenz "UN System Chief Executives Board for Coordination" (CEB), die jedes Halbjahr stattfindet und dieses Mal in Wien und Baden abgehalten wurde. Zentrales Thema war die Koordinierung der Politiken der UNO-Institutionen. Erstmals war auch die Welttourismus-Organisation WTO dabei.

Am Freitag hatte die CEB in Wien getagt, am Samstag wurden die zwei Dutzend Teilnehmer nach Baden zur Fortsetzungen ihrer Beratungen per Hubschrauber in die Kurstadt Baden geflogen worden, hieß es in einer Aussendung des UNO-Informationsdienstes vom Sonntag. An den zweitägigen Sitzungen nahmen die Chefs aller UNO-Sonderorganisationen, UNO-Fonds und UNO-Programme teil.

Programmpunkte

Der UNO-Generalsekretär nützte seinen Aufenthalt in der Bundeshauptstadt auch zu Begegnungen mit Bundespräsident Thomas Klestil sowie den Präsidentschaftskandidaten Heinz Fischer (S) und Benita Ferrero-Waldner (V). Die Außenministerin und ehemalige UNO-Protokollchefin in New York gab Freitag Abend in Baden ein Essen für den höchsten UNO-Beamten. Themen der Gespräche waren die zuvor gescheiterten Verhandlungen für eine Zypern-Lösung in der Schweiz, die Situation im Kosovo und die Rolle Wiens als UNO-Standort. Auch die Lage im Irak, in Nahost und in Nordkorea kamen laut UNO-Aussendung zur Sprache.

Einen Meinungsaustausch führte der UNO-Chef am Freitag auch mit dem saudiarabischen Kronprinzen Abdullah bin Abdul Aziz al Saud, der sich zeitgleich zu einem Staatsbesuch in Österreich aufhielt. Vor der CEB-Tagung hatte sich Annan mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Mohammed El Baradei, beraten, ferner mit dem Wiener UNOV-Director und Chef des UNO-Drogenprogramms, Antonio Costa, dem Gastgeber der Konferenz.

Auf der CEB-Tagung brachten die Teilnehmer ihre Besorgnis über die humanitäre Krise und die Menschenrechtsverletzungen in der sudanesischen Region Darfur, die sich verheerend auf die Lage Tausender Zivilisten auswirke. Wie zuvor der Weltsicherheitsrat riefen die Leiter der UNO-Behörden alle Konfliktparteien auf, den Hilfsorganisationen den Zugang zu der betroffenen Bevölkerung zu ermöglichen. (APA)

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