Austria bei Sturm souverän

6. April 2004, 14:22
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Die Grazer gingen in Führung, danach spielte der Meister auf: Doppelschlag nach der Pause durch Gilewicz und Rushfeldt

Graz - Das Kopf an Kopf-Rennen in der österreichischen Fußball-Meisterschaft zwischen dem GAK und der Austria geht weiter. Die Wiener kamen am Sonntag zum Abschluss der 28. Runde der T Mobile-Bundesliga zu einem 3:1 (1:1)-Auswärtserfolg beim SK Sturm und lösten damit wieder die Grazer Rotjacken (am Samstag 4:0-Sieger bei Rapid) an der Tabellenspitze ab. Gerald Strafner hatte die Hausherren vor 6.496 Zuschauern im Schwarzenegger-Stadion in der 25. Minute in Führung gebracht, aber Eric Akoto (39.), Radoslav Gilewicz (49.) und Sigurd Rushfeldt (51.) drehten die Partie zu Gunsten des Titelverteidigers.

Die Austria und der GAK haben sich nun mit je 55 Punkten bereits deutlich von Pasching (45) und Rapid (44/ein Spiel weniger ausgetragen) abgesetzt, am Tabellenende liegen Sturm und Salzburg mit je 27 Zählern vier Punkte vor dem Schlusslicht FC Kärnten (23/hat ebenfalls noch die Nachtragspartie gegen Rapid ausständig).

Sturm stark verändert

In der Vorwoche hatte es im Horr-Stadion beim Debüt von Sportmanager Günter Kronsteiner als Letztverantwortlichem Gilewicz-Festspiele mit vier Toren in den ersten 45 Minuten und einen 5:1-Kantersieg der Violetten gegeben. Auch unter Neo-Spartentrainer Lars Söndergaard behielt Kronsteiner sich das Recht der Aufstellung vor und nahm nur eine Änderung vor: Für den erkrankten Dheedene kam Afolabi neu in die Elf. Sturm-Coach Michael Petrovic hatte seine Mannschaft hingegen gleich auf fünf Positionen verändert: Für Golemac, Bosnar, Filipovic, Rojas und Brunmayr durften Mörec, Strafner, Krammer, Säumel und Rabihou ihr Glück versuchen.

Debütant Mitja Mörec von den Sturm-Amateuren wurde gleich als neuer Abwehrchef eingesetzt und machte seine Sache zunächst ganz ordentlich. Nach Chancen von Janocko (11.) bzw. Haas (17./Didulica rettete) gingen die Gastgeber nach einer Standardsituation sogar in Front: Eine Mujiri-Flanke nach einem kurz abgespielten Eckball verwertete Strafner per Kopf (25.). Nach Möglichkeiten für Rushfeldt (28./verpasste einen Janocko-Eckball), Vastic (30./Mandl-Abwehr) und Akoto (34./Kopfball am Tor vorbei) gelang dem Favoriten aber in der 39. Minute der Ausgleich: Vastic drehte einen Freistoß zur Mitte, Mandl blieb auf der Linie und Akoto drückte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Doppelschlag nach der Pause

Kurz danach ließ Vastic nach Kitzbichler-Vorlage die Chance zur Führung aus, aber nach dem Wechsel machte ein Doppelschlag alles klar. Zunächst war Janocko auf der rechten Seite völlig frei und Gilewicz knallte die Hereingabe zum 2:1 ins Netz (49.). Wenig später kam Ex-Austria-Keeper Mandl bei einem Janocko-Freistoß zu kurz, Rushfeldt war vor ihm am Ball und nützte den Fehler per Kopf zum 3:1 (51.). Danach plätscherte die Partie nur mehr dahin, die Entscheidung war längst gefallen.(APA)

  • SK Sturm Graz - Austria Wien 1:3 (1:1) Schwarzenegger-Stadion, 6.496, Plautz.

    Torfolge: 1:0 (25.) Strafner 1:1 (39.) Akoto 1:2 (49.) Gilewicz 1:3 (51.) Rushfeldt

    Sturm: Mandl - Mörec - Strafner, Dmitrovic - Krammer, Korsos, Säumel, Mujiri (74. Filipovic), Dag - Rabihou, Haas (63. Salmutter)

    Austria: Didulica - Akoto (79. Troyansky), Afolabi, Ratajczyk, Dospel - Kitzbichler (58. Helstad), Blanchard, Vastic, Janocko - Gilewicz (70. Dundee), Rushfeldt

    Gelbe Karten: Dmitrovic (im nächsten Spiel gesperrt), Krammer, Haas, Mörec, Salmutter bzw. Ratajczyk, Afolabi, Janocko

    • Rabihou im Dress der Grazer spielte eine gute Partie.

      Rabihou im Dress der Grazer spielte eine gute Partie.

    • Seit Kronsteiner und Soendergard das violette Zepter in die Hand genommen haben, wissen Austrias Spieler wieder wo das Tor steht.

      Seit Kronsteiner und Soendergard das violette Zepter in die Hand genommen haben, wissen Austrias Spieler wieder wo das Tor steht.

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