Fischer oder Ferrero? Wenig Bekenner bei Blau und Grün

13. April 2004, 14:07
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Fischl und Öllinger im "profil" für Fischer

Wien - Nicht gerade bekenntnisfreudig geben sich Vertreter von FPÖ und Grünen, was ihr Stimmverhalten bei der Präsidentschafts-Wahl angeht. In einer "profil"-Umfrage unter sechs freiheitlichen und vier Grün-Politikern outen sich gerade einmal zwei der Befragten. Harald Fischl, früherer FP-Abgeordneter, Bezirksparteiobmann von Fürstenfeld und Chef des Jörg Haider-Fanclubs, wird ebenso dem SPÖ-Kandidaten Heinz Fischer seine Stimme geben wie der stellvertretende Klubchef der Grünen, Karl Öllinger.

50:50

Andere haben sich entweder noch nicht entschieden oder wollen sich öffentlich nicht äußern. So meint etwa Salzburgs FP-Chef Karl Schnell: "Für mich steht es 50:50". Die niederösterreichische Landesobfrau Barbara Rosenkranz hält sich ebenso bedeckt wie Parteivize Max Walch und der Kärntner Landtagspräsident Jörg Freunschlag. Auch bei Regierungskollegen kann sich Außenministerin Benita Ferrero-Waldner (V) nicht automatischer Unterstützung sicher sein. Denn Sport-Staatssekretär Karl Schweitzer (F) meint: "Ich bin noch nicht fixiert".

Bei den Grünen bleibt die stellvertretende Parteichefin Eva Glawischnig bei ihrem Nein zu einer Wahlempfehlung. Anders sieht es beim oberösterreichischen Landessprecher Rudi Anschober aus. Seine Landesgruppe habe beschlossen, in der Schlussphase des Wahlkampfs das persönliche Stimmverhalten bekannt zu machen. Sicherheitssprecher Peter Pilz will von Fischer noch klar die Frage beantwortet haben, ob er (den Kärntner Landeshauptmann) Jörg Haider (F) als Justizminister oder Vizekanzler angeloben würde. (APA)

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