Manzenreiter sieht Kärntner Pakt als "Wertebruch"

6. April 2004, 16:33
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Villachs SPÖ-Bürgermeister hält Koalition für "keine gute Lösung" - Fordert Urwahl des Kärntner SPÖ-Chefs

Klagenfurt/Wien - Der Villacher SPÖ-Bürgermeister Helmut Manzenreiter hat nach wie vor wenig Freude mit der Kärntner FPÖ-SPÖ-Koalition: "Das ist schon ein Paradigmenwechsel, ein Wertebruch", erklärte er in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil". Er habe diese Koalition für "keine gute Lösung" gehalten und deswegen im Parteivorstand nicht zugestimmt.

Skepsis

Das blau-rote Arbeitsübereinkommen sei zwar "ein schönes Papier, in dem sich auch die SP wiederfindet". Doch ob ein Pakt mit Jörg Haider wirklich halte, "ob das alles mit ihm auch umsetzbar ist - da bin ich skeptisch", erklärte Manzenreiter. Er wolle nun mit seiner Villacher Partei versuchen, das Vertrauen jener Menschen wiederzugewinnen, "die uns gewählt haben, um Haider zu verhindern". Der Unmut dieser Wähler dürfe "nicht zugedeckt" werden.

Manzenreiter fordert im "profil"-Interview eine Direktwahl des nächsten Kärntner SPÖ-Vorsitzenden: "In einer Urwahl sollten alle Kärntner SPÖ-Mitglieder die Möglichkeit haben, ihren Parteiobmann zu wählen und so den Kurs ihrer Partei mitzubestimmen." (APA)

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