Japan fordert China im Streit um Inseln zu Mäßigung auf

5. April 2004, 13:32
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Außenministerin Kawaguchi zu Besuch in Peking

Tokio - Japan hat China zur Zurückhaltung im Streit um eine Reihe unbewohnter Inseln im Ostchinesischen Meer aufgerufen. Die japanische Außenministerin Yoriko Kawaguchi sprach am Samstag in Peking mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jibao über die Inselkette, die beide Staaten für sich beanspruchen. Die chinesische Seite habe darauf bestanden, dass die Inseln chinesisches Territorium darstellten, sagte ein Sprecher der Ministerin. Kawaguchi habe jedoch deutlich gemacht, dass sie diese Einschätzung nicht akzeptieren könne.

Chinesische Aktivisten

Erst im vergangenen Monat waren die Beziehungen zwischen China und Japan erneut auf die Probe gestellt worden, als sieben chinesische Aktivisten auf einer der Inseln landeten. Sie wurden festgenommen und von Japan ausgewiesen. Kawaguchis Sprecher erklärte, China habe sich zu einer japanischen Bitte, eine Wiederholung eines solchen Vorfalls zu vermeiden, nicht geäußert. Wen versicherte nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua, China wolle sich für eine Verbesserung der Beziehungen zu Japan einsetzen.

Die Inselkette heißt in Japan Senkaku und in China Diaoyu. Japan beansprucht die unbewohnten Inseln seit seinem Sieg über China im Krieg von 1895. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Territorium von den USA verwaltet, bis es 1972 an Japan zurückgegeben wurde. (APA/AP)

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