GAK kontert Rapid aus - 4:0

6. April 2004, 14:22
61 Postings

Grazer siegen in Hütteldorf und sind Tabellenführer - Rapid fällt nach erster Heimniederlage hinter Pasching zurück

Wien - Der GAK hat am Samstag in Wien im Schlager der 28. T-Mobile-Bundesliga-Runde einen 4:0-(1:0)-Triumph gegen Rapid gefeiert. Tore von Bazina (15.), Muratovic (58.), Tokic (79., Elfmeter) und Sionko (91.) besiegelten die erste grün-weiße Heimniederlage der laufenden Meisterschaft und gleichzeitig die höchste Saisonniederlage der Hütteldorfer. Zuletzt hatte Rapid am 5. August 2001 zu Hause so hoch verloren, damals unterlagen die Wiener dem GAK ebenfalls mit 0:4.

Die Grazer, die im Frühjahr weiterhin ungeschlagen sind, übernahmen damit zumindest bis Sonntag die Tabellenführung, Meister Austria Wien kann am Sonntag mit einem Auswärtssieg gegen Sturm Graz (16:30 Uhr/live ORF 1) auf Grund der besseren Tordifferenz wieder zurück auf Platz eins klettern. Rapid, bei einem Spiel weniger elf Zähler hinter dem GAK, dürfte sich hingegen endgültig aus dem Titelrennen verabschiedet haben.

Konter zur Grazer Führung

Rapid, ausgerechnet im 13. Heimspiel erstmals besiegt, erwischte den besseren Start, fand durch einen schönen Lawaree-Volley neben das Tor (8.) und einen Wallner-Fernschuss (13.), den Goalie Schranz parierte, die ersten Chancen vor. Der GAK präsentierte sich hingegen eiskalt und abgebrüht - erste Chance, erstes Tor. Schranz leitete mit einem Abschlag den Konter ein, die völlig falsch positionierten Rapid-Innenverteidiger Burgstaller und Pashazadeh patzten und der Weg war für Bazina frei. Der Kroate, der sein viertes Saisontor erzielte, zog alleine auf Rapid-Schlussmann Maier zu und ließ dem Payer-Vertreter keine Chance (15.).

Während sich die Gäste aus Graz nun völlig zurückzogen, mit neun Mann den eigenen Strafraum verteidigten und lediglich Kollmann und Bazina als einsames Konter-Duo aufboten, zog Rapid-Trainer Hickersberger den Iraner Pashazadeh ins Mittelfeld nach vorne und erhöhte das Risiko. Auf die erste große Ausgleichschance mussten die 15.200 Fans aber bis kurz vor der Pause warten: Lawaree, noch immer ohne Tor für Rapid, tauchte alleine vor dem GAK-Gehäuse auf, Tokic klärte jedoch im allerletzten Moment (45.).

Nach dem Wechsel warf der Rekordmeister alles nach vorne. Ivanschitz feuerte nach Solo aus spitzem Winkel von halblinks einen Warnschuss, der knapp am langen Eck vorbei ging, ab (46.), Hofmann legte mit einem Distanzschuss nach (58.). Dem ruhig abwartenden GAK reichte hingegen einmal mehr nur eine Möglichkeit zum Erfolg - nach einem Konter über links flankte Amerhauser zur Mitte und Muratovic vollendete bei seinem ersten Bundesliga-Tor per Kopf ins linke Kreuzeck.

Brotlose Rapid-Kunst

Rapid konnte weiterhin mit dem Übergewicht im Mittelfeld nichts anfangen, stattdessen legte die Schachner-Truppe weiter nach. Adamski brachte im Rapid-Strafraum Ehmann zu Fall, den fälligen Elfer verwertete Tokic bombensicher ins linke Eck (79.). Das Debakel perfekt machte der GAK in der Nachspielzeit, Sionko zog von der Strafraumgrenze ab und der Ball landete per Innenstange im Tor.

Während die Grazer damit weiterhin Titelverteidiger Austria schwer zusetzen, haben die Rapidler ihre schwache Frühjahrsserie fortgesetzt - einem Siege stehen jeweils drei Remis und Niederlagen gegenüber. (APA)

  • Rapid Wien - GAK 0:4 (0:1). Hanappi-Stadion, 15.200, Drabek.

    Torfolge: 0:1 (15.) Bazina
    0:2 (58.) Muratovic
    0:3 (79.) Tokic (Elfmeter)
    0:4 (91.) Sionko

    Rapid: Maier - Markus Hiden (46. Garics), Burgstaller (66. R. Wagner), Pashazadeh, Adamski - Hofmann, Martinez, Ivanschitz (78. Sturm), Jazic - Wallner, Lawaree

    GAK: Schranz - Pötscher, Ehmann, Tokic, Pogatetz (8. Standfest) - Sionko, Muratovic, Aufhauser, Amerhauser (74. Dollinger) - Bazina, Kollmann (63. Sick)

    Gelbe Karten: Adamski bzw. Standfest, Sick

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Sinnbildliches: Für den GAK geht's nach oben, für Rapid woanders hin. Oder: Gyoergy Garics (li) gegen Emanuel Pogatetz

    Share if you care.