US-Behörden warnen vor Anschlägen auf Busse und Bahnen

4. April 2004, 15:07
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Keine konkreten Hinweise - Warnung soll Vorsichtsmaßnahme sein

Washington - US-Behörden haben vor Terroranschlägen auf Passagierzüge und Busse in den USA gewarnt, die denen vom 11. März in Madrid ähneln könnten. In einem Schreiben der Bundespolizei FBI und des Heimatschutzministeriums an lokale Polizei- und Ermittlungsbehörden vom Freitag hieß es nach Angaben von Regierungsvertretern, mit Anschlägen sei bereits im Sommer zu rechnen.

Aus einfach zu beschaffendem Material wie dem Düngemittel Ammoniumnitrat und Dieseltreibstoff könnten demnach Bomben gebastelt werden, die in unauffälligen Gepäckstücken wie See- oder Rucksäcken versteckt werden könnten. Auf diese Weise hatte auch der Attentäter von Oklahoma City, Timothy McVeigh, 1995 die Bombe versteckt, mit der er ein Hochhaus sprengte und 168 Menschen in den Tod riss.

Die Behörden betonten, dass keine konkreten Hinweise auf Anschläge vorlägen und die Warnung als Vorsichtsmaßnahme gewertet werden müsse. Bei einer konkreten Bedrohung gäbe es eine Warnung an die Bevölkerung, sagte ein Regierungsvertreter in Washington. Die Warnung folgte unmittelbar auf den Fund einer Bombe auf einer spanischen Bahnstrecke zwischen Madrid und Sevilla am Freitag. In Madrid waren bei Anschlägen auf vier Pendlerzüge am 11. März 191 Menschen getötet und 1.900 verletzt worden. (APA/AFP)

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    Die Behörden betonten, dass keine konkreten Hinweise auf Anschläge vorlägen und die Warnung als Vorsichtsmaßnahme gewertet werden müsse.

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