US-Marines wollen Anschläge künftig geheim halten

4. April 2004, 21:57
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Zum Schutz der Soldaten: Keine Informationen mehr über Einzelheiten

Washington - Zum Schutz ihrer Soldaten will die US-Marineinfanterie im sunnitischen Dreieck in Irak künftig keine Einzelheiten zu tödlichen Anschlägen mehr bekannt geben. Zur Begründung hieß es in einer Erklärung vom Freitag, es dürften keine Informationen veröffentlicht werden, die dem Feind eine Einschätzung der Effektivität seiner Taktik und Vorgehensweise erlaube. Üblicherweise teilt die US-Armee den Anschlagsort und die Art eines Angriffs mit.

Das sunnitische Dreieck um die Städte Falluja und Ramadi ist eines der Zentren des militanten Widerstands gegen die US-Besatzung in Irak. Seit ihrer Stationierung dort im März hat die Marineinfanterie mindestens zwölf ihrer Soldaten bei Anschlägen verloren. Seit Kriegsbeginn im März 2001 kamen nach Angaben des Pentagons 601 US-Soldaten in Irak ums Leben. (APA/AP)

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